Bürgermeisterkandidat des Ausgleichs

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Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann verspricht, nicht nur im Wahlkampf auf die Bürger zuzugehen.

Rodgau - (bp) 18 Monate nach seiner Nominierung, sechs Monate vor der Wahl und fünf Tage nach seinem 48. Geburtstag hat gestern der SPD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann sein Wahlkampfkonzept vorgestellt.

Seine Unterstützer werden ihn bis zum Wahltermin am 27. September als „Arbeiter, als Mann des Dialogs, der für eine von Vertrauen gesättigte Politik steht“, positionieren. Das sagte der örtliche Parteichef Gerd Bender.

Streit und Missgunst, wie sie die Rodgauer Politik schon viel zu lange lähmten, seien „nicht Jürgen Hoffmanns Sache“. Beweis dafür sei auch dessen ausgleichende Arbeit für die Rathauskooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG. Dass in diesem Bündnis „so konstruktiv und kooperativ“ zusammengearbeitet werde, sei auch Hoffmanns Verdienst.

Wie sehr der Wahlkampf allein auf seine Person zugeschnitten sein wird, dokumentiert schon das Faltblatt, mit dem der Kandidat um Stimmen wirbt. Es kommt vollkommen ohne plakativen SPD-Schriftzug aus, sondern appelliert: „Jürgen Hoffmann. Damit es voran geht.“

Der ehrenamtliche Stadtrat setzt in den kommenden Monaten (wie bisher) nicht auf traditionelle Großveranstaltungen, sondern möchte „zu den Bürgern gehen“. Das bedeutet: Jürgen Hoffmann auf dem Wochenmarkt, auf dem Parkplatz beim Discounter, an der Haustür, unter den Zuschauern eines Fußballspiels, im Publikum einer Veranstaltung, im Gespräch mit Vereinen und der Wirtschaft . Zu diesen beiden Säulen der Stadt hat der Sozialdemokrat enge Kontakte geknüpft.

Der Diplomfinanzwirt möchte sich - bis auf eine Woche Tauch-Urlaub zu Beginn der Sommerferien - bis zur Wahl keine Pause gönnen. Trotz der hohen Schlagzahl freut er sich auf den Wahlkampf. „Für mich sind die Begegnungen keine Arbeit. Vielmehr freue ich mich über jeden Kontakt in meiner Heimat.“Die Bekanntheit steigern sollen Werbefilme, die Hoffmann in verschiedenen Lebensumfeldern zeigen. Die Streifen laufen im Kino und im Interner unter www.rodgau-gewinnt.de und zeigen den Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft zum Beispiel in privaten Zusammenhängen.

Auftakt ist am Sonntag, 29. März, 10.30 Uhr, im Clubheim der SG Nieder-Roden an der Hainburgstraße.

Das Internet und entsprechende Foren sollen den Kontakt erschließen zu Zielgruppen, die mit Politik bisher gar nichts oder nicht viel am Hut haben. Hinzu kommt die Bürgergesprächsreihe „Wo drückt der Schuh?“ Gebildet hat sich ein Freundeskreis von Unterstützern unter Leitung des ehemaligen Rodgauer Bürgermeisters Thomas Przibilla und des Dudenhöfer Ortsvereinsmitglieds Karlheinz Berndt. Auch dieser Personenkreis werde „kommunizieren, dass Rodgau wieder handlungsfähig werden und das Zusammenspiel von Parlament, Magistrat, Verwaltung, Vereinen, Bürgern und Wirtschaft wieder funktionieren muss“.Dieser unverzichtbare Austausch, die Fähigkeit zur Moderation und leider auch das Vertrauen, seien in den vergangenen Monaten und Jahren verloren gegangen. Hoffmann stellte bedauernd fest: „Es ist viel Sand im Rodgauer Demokratiegetriebe.“

Der leidenschaftliche Sporttaucher setzt im Wahlkampf ganz auf lokale Themen:

  • Stärkung der Wirtschaftsförderung und damit der Firmen vor Ort. Das soll der Stadt Einnahmen sichern, die es dann wiederum ermöglichen, den Bürgern das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Zum Beispiel jungen Familien durch weitere Entlastung bei den Kitabeiträgen. Das soll Rodgau als Wohnstandort positiv von anderen Kreisgemeinden abheben.
  • Ausbau des guten Freizeit- und Nachmittagsangebots in Schule und Vereinen.
  • Nutzung umweltfreundlicher Energien - etwa durch eine Biogasanlage, die den in Rodgau anfallenden Bio-Müll verwertet. Werben will der Kandidat auch für den Bau von Bürgersolaranlagen.

Quelle: op-online.de

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