Bunte Plakate als Glücksbringer

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Kurz nach 13 Uhr richteten sich in der Stauffenberg-Schule alle Blicke nach oben. -

Dudenhofen - Glück und Erfolg fürs schriftliche Abitur wünschen Mitschüler und Familien den 260 Abiturienten der Claus-von-Stauffenberg-Schule.

Die ganze Eingangshalle hängt voller guter Wünsche: vom handgemalten Plakat („Yes you can, Louisa“) bis zum professionell gedruckten Transparent.

Erst gestern um 13 Uhr durften die ermunternden Transparente aufgehängt werden. Wegen des großen Abi-Jahrgangs hatte Hausmeister Bernd Klein eigens drei Wäscheleinen über die Galerie gespannt. Bereits um 11 Uhr warteten die ersten Eltern, um sich die besten Plätze zu sichern. Schon Tage zuvor hatten Anrufer die Schulsekretärinnen mit der Frage gelöchert, wann es denn so weit sei. Schulleiter Dr. Fredi Ruths: „Wir haben das mit einer Zeitsperre ein bisschen kanalisiert. Am Leibniz in Offenbach hängen die Plakate schon zwei, drei Wochen.“ Für viele Abiturienten seien die guten Wünsche wie ein Talisman.

Wie ein Talismann

Sätze wie „Du schaffst es!“ oder „Wir glauben an dich“ sind immer wieder zu finden. Etliche Plakatmaler versuchen sich auch an Sprachspielen mit dem Kurzwort Abi, zum Beispiel bei „Ab-in die Freiheit“ oder „Abi-moll und Abi-dur, Lea schafft es mit Bravour“.

„Lebe - liebe - lache!“, heißt es auf einem Plakat an der Leine. Die Aussicht auf das Leben nach der Schule soll Abiturientin Arlinda anspornen: „Australien naht...“. Ein anderer Schüler bekommt den Hinweis mit auf den Weg: „In allen Dingen ist Hoffen besser als Verzweifeln.“ Eine Schülerin fragt auf einem selbst gemalten Plakat: „Spieglein an der Wand, wer hat das Abi in der Hand?“

Die schriftlichen Prüfungen beginnen heute mit den Leistungs- und Grundkursen in Englisch. Die weiteren Fächer kommen in den nächsten beiden Wochen an die Reihe. Der letzte Prüfungstag ist am 22. März.

Bis zum 22. März Daumen drücken

Für das Oberstufengymnasium bedeutet das gut zwei Wochen Ausnahmezustand. Schulleiter Dr. Fredi Ruths nennt als Beispiel das Mathe-Abi am kommenden Mittwoch: „Da haben wir 200 Prüflinge. Mit dem Rest können Sie keinen Unterricht machen.“ Entspannter sei die Situation bei Fremdsprachen wie Spanisch mit nur zehn Kandidaten. Der erfahrene Schulleiter macht sich keine Illusionen: „Die Schüler sind ja volljährig. Dann schreiben sie in die Entschuldigung einen Krankheitstag rein und sagen dazu: ,Ich lerne fürs Abi.’ Das ist zwar reichlich spät, aber was soll man machen?“ J eh

Quelle: op-online.de

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