Bunter Markt der Möglichkeiten

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58 Hobbykünstler und Kunsthandwerker im Bürgerhaus

Nieder-Roden (chz) ‐ Für Kunst und Kunsthandwerk gibt es seit über 20 Jahren stets im November eine gute Adresse: das Bürgerhaus Nieder-Roden. In der Kunstausstellung der Stadt Rodgau präsentieren Bürger aus Rodgau und Umgebung die Ergebnisse ihrer kreativen Freizeitgestaltung.

38 Künstler und 20 Kunsthandwerker zeigten am Wochenende einen bunten Markt der Möglichkeiten. Einen harmonischen Einstieg in die Ausstellung bot die 18-jährige Schülerin Ilka Ludwig: Sie sang Musicalmelodien zur Eröffnung.

Ob handbemaltes Porzellan, Schmuck, Patchwork oder Strickwaren, ob zarte Aquarell- oder großflächige Acrylmalerei, ob klassische Fotografie oder verfremdete digitale Kunst: Die Besucher konnten sich in Ruhe bei einem gemütlichen Rundgang von der Kreativität und Originalität der Künstler aus Rodgau und Umgebung überzeugen, die ihre Kunst überwiegend als Hobby betreiben.

Getrennt oder gemeinsam ausgestellt – das war auch in diesem Jahr wieder die Frage zwischen Kunst und Kunsthandwerk. Für das kommende Jahr hat die Stadt Rodgau dazu den Ausstellern neue Richtlinien angekündigt. Die interessierten Besucher jedenfalls schätzen die breite Vielfalt, die den Reiz dieses Marktes ausmacht.

Noch ein paar hungrige und durstige Gäste mehr wünschte sich Helga Hoffmann am Samstagabend für den nächsten Tag. Die 73-Jährige ist Vorsitzende des SOS-Helferkreises und seit 1967 ehrenamtlich aktiv. Der Kreis betreut seit 21 Jahren die Cafeteria zugunsten von SOS-Kinderdörfern im Osten und im Westen Deutschlands und in St. Petersburg: „So lange Gott mir die Kraft gibt zum Weitermachen und ich noch meine Helfer habe, machen wir weiter, damit diese Kinder eine Chance für ihre Zukunft haben. Ich bin überzeugt, dass ein Schulabschluss das Beste ist, sie vor einem Weg auf die schiefe Bahn zu schützen.“ Der Helferkreis hat in den 43 Jahren seines Bestehens schon rund 629 000 Euro erwirtschaftet. Die nächste Veranstaltung, für die der SOS-Helferkreis verantwortlich ist, ist der Nikolausmarkt am 1. Advent, dem 28. November – dann gibt’s ab 10 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden wieder viele Schätze und Ideen für Advent und Weihnachten.

Silvia Mühlhauser aus Seligenstadt gibt zwar Kurse an der Volkshochschule, doch ihrem Hobby 3-D-Bilder und Acrylmalerei frönt sie hauptsächlich im heimischen Wohnzimmer. Ihre 3-D-Bilder bestehen aus bis zu sechs voreinander gelagerten gleichen Motiven, die geschnitten, „entgratet“, geformt und schließlich durch speziellen 3-D-Kleber ganz leicht versetzt montiert werden und damit räumliche Effekte erzielen. Das nächste Mal präsentiert sie ihre kleinen Schätze wie auch ihre Acrylbilder am 2. Advent im Seligenstädter Rathaus beim Adventsmarkt.

Infos auf der Internetseite von Rainer Cavalier.Rainier Cavalier wohnt in Nieder-Roden und hat von Kindesbeinen an gemalt. Er ist seit den Anfängen bei der Rodgauer Kunstausstellung dabei. Der gelernte Versicherungskaufmann, der auch mal Malerei studieren wollte, malt aus Leidenschaft: „Malen ist meine Passion. Ich male fast täglich. In diesem Frühjahr muss meine Muse, die mich geknutscht hat, ein Hund gewesen sein“ – weshalb auch alle ausgestellten Objekte vier Beine haben.“ Rainier Cavalier malt gerne auch auf Bestellung und fotografiert die vierbeinigen Lieblinge auch zuvor.

Barbara Kniese aus Babenhausen stach mit einem kobaltblauen Filzhut mit einer riesigen Blume schon von weitem ins Auge. Gemeinsam mit ihrer Schwester Gabi Kottmann präsentierte sie „Deko für die Frau“: Mützen und Hüte, Schalkragen und Stulpen. „Ich bin keine Modistin, ich habe diese Kunst in zwei Wochen in einem Schnellkurs bei einem alten Hutmacher in der Schweiz gelernt. Ich mache nur das, worauf ich Lust habe, und stelle mir bei jedem Modell vor, ich mache es für mich selbst. Das Schwierigste ist die Auswahl der passenden Stoffe.“

Quelle: op-online.de

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