Stadtverband bestätigt Margit Müller-Ollech im Amt

CDU will neuen Bürgermeister stellen

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Der Vorstand der CDU Rodgau, hinten von links: Max Breitenbach, Ewald Simon, Dieter Panckow, Bernhard von der Au, Elisabeth Schütz, Violetta Falk, Fraktionsvorsitzender Clemens Jäger; vorne: Heiko Lautenschläger, Lars Neumann, Margit Müller-Ollech, Versammlungsleiterin Claudia Jäger.

Rodgau - Margit Müller-Ollech steht für weitere zwei Jahre an der Spitze des CDU-Stadtverbandes Rodgau. Die Vorsitzende wurde am Mittwoch in der Mitgliederversammlung mit 95,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt (65 Ja-, drei Nein-Stimmen, eine Enthaltung).

Ihre Stellvertreter sind Heiko Lautenschläger, Lars Neumann und Dieter Panckow. Schatzmeisterin bleibt Renate Seib. Mit dem besten Ergebnis des Abends (67 von 69 abgegebenen Stimmen) wurde der JU-Vorsitzende Max Breitenbach zum Schriftführer gewählt.

Kritisch setzte sich die Vorsitzende mit der unlängst veröffentlichten Halbzeitbilanz der regierenden Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern auseinander. Ob Einzelhandels-Entwicklungskonzept (Jügesheim), sozialer Wohnungsbau, Grundsteuerdebatte oder Rodgau-Ringstraße – das alles sei entweder nicht durchdacht, oder streue den Bürgern Sand in die Augen. Zum Wohl der Stadt sei das nicht.

„Ins Unermessliche“ gestiegen

Auch CDU-Fraktionschef Clemens Jäger ging mit der Kooperation scharf ins Gericht. Seit 2009 sei die Verschuldung der Stadt „ins Unermessliche“ gestiegen. Jäger: „Wenn das so weiter geht, werden wir 2020 bei 100 Millionen Euro Schulden landen.“ Die CDU werde Steuer- oder Gebührenerhöhungen nicht zustimmen, wenn nicht sämtliche Einsparpotenziale ausgenutzt würden. Trotz rund vier Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr 2013 habe sich die Stadt um eine fast ebenso hohe Summe neu verschuldet. Im Haushaltsjahr 2014 sehe es ähnlich aus.

Für die Bürgermeisterwahl im Jahr 2016 kündigte Jäger an, die CDU werde „mit Sicherheit einen eigenen Kandidaten stellen. Als einzig verbliebene Volkspartei in Rodgau können wir uns nichts anderes leisten.“

Motto: „Mehr Dialog mit den Bürgern“

Die Parteiarbeit stehe unter dem Motto „Mehr Dialog mit den Bürgern“, hatte Margit Müller-Ollech zuvor in ihrem Rechenschaftsbericht betont. Die Begegnung der Einwohner mit Mandatsträgern und Mitgliedern der CDU müsse die Arbeit bestimmen, „da wir derzeit nicht mehr die bestimmende politische Kraft sind“. Als Beispiele nannte sie den politischen Stammtisch „Wortwechsel“ und die Veranstaltungsreihe „Stadtgespräch“ zu Themen wie bespielbare Stadt, Windkraft, Euro-Währung, Hospiz oder duales Studium.

Nach der CDU Rodgau-Mitte wird es zunächst keine weiteren Fusionen von Ortsverbänden geben. Die Vorsitzende plädierte für „Einheit in der Vielfalt“. Dies bedeute nichts anderes, als „Stadtteilbezogenes und lebendige Strukturen zu pflegen“.

eh

Quelle: op-online.de

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