Chance zum Start in Beruf

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Voller Einsatz: 16-plus-Teilnehmerin Sandra Fisch und ein Kollege verlegen Lichtkabel auf dem Rathausgelände. Die Stadt Rodgau will jungen Leuten bessere Chancen zum Berufsstart geben.

Rodgau - (eh) Spätestens jetzt nach dem Ende der Ferien schlägt für Schulabgänger die Stunde der Wahrheit. Die meisten Jugendlichen haben eine Ausbildung begonnen oder besuchen eine weiterführende Schule. Die anderen bleiben allein zurück, während ihre Freunde eine neue Aufgabe wahrnehmen.

Die Stadt Rodgau gibt 16- bis 27-Jährigen mit Berufsstartschwierigkeiten eine Chance, in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Egal ob mit oder ohne Schulabschluss: Das Programm „Rodgau 16 plus“ bietet 15 jungen Leuten eine einjährige, bezahlte Beschäftigung mit Berufsqualifizierung, Unterricht, Bewerbungstraining und Praktika an. Sechs Plätze sind frei.

Kontakt:

Fragen zum Programm „Rodgau 16 plus“ beantwortet Birgit Berberich-Haiser im Rathaus unter z 693-1236 oder per E-Mail an jugendberufs foerderung@rodgau.de.

Sandra Fisch ist schon seit einigen Monaten bei „Rodgau 16 plus“ und sucht gerade einen Ausbildungsplatz. „Es macht mir einfach Spaß hier, weil es so abwechslungsreich ist“, sagt die 19-Jährige. Ihr fällt es schwer, sich auf einen Beruf festzulegen, weil sie sich für so viele Dinge interessiert. Deshalb hat sie auch den richtigen Zeitpunkt versäumt, sich trotz eines guten Realschulabschlusses auf eine passende Lehrstelle zu bewerben. Sandra ist in der Handwerksgruppe und wird mit anderen jungen Leuten in den städtischen Einrichtungen eingesetzt. „Manchmal nennen mich die Fachanleiter ‚Übermutter‘, weil ich für einige aus unserem Team schon mal in die Bresche springe, wenn es Probleme gibt“, berichtet Sandra. Sie ist aber auch den Projektverantwortlichen gegenüber loyal und vermittelt, wenn es darum geht, auch unbequeme Dinge zu erledigen. Von den Fachanleitern, einem Tischler- und einem Elektromeister, lernte sie Steckdosen, Lampen und Kabel anzuschließen und Holz zu verarbeiten. Außerdem hat sie einen Gabelstablerführerschein. Als sie im Kindergarten ein Zimmer eigenverantwortlich streichen durfte, war sie ganz in ihrem Element.

Die 19-Jährige macht gern „etwas mit den Händen“, auch an der frischen Luft. Am liebsten wäre ihr ein Beruf, in dem auch Kreativität gefragt ist. Bühnenbilder zu bauen wäre ein Traum. Auch Mediengestaltung, Maßschneidern oder eine Ausbildung als Dekorateurin kann sie sich gut vorstellen.

Einen Verbesserungsvorschlag der jungen Frau hat der städtische Bauhof bereits umgesetzt: Beim Laubsammeln im Herbst werden die Blätter nicht mehr in Säcken, sondern in ausrangierten Mülltonnen transportiert: „Die Tonnen haben Räder, lassen sich viel leichter schieben und können jetzt auch weiter eingesetzt werden.“

Quelle: op-online.de

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