Chancen für die Bauwirtschaft nutzen

Rodgau - (eh) Feuerwehr und Energiesparen: So sieht das „Konjunkturpaket II“ für Rodgau aus. 4,062 Millionen Euro hat die Stadt aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land zu erwarten. Welche Bauvorhaben dafür angemeldet werden, entscheidet das Stadtparlament am Montag, 30. März.

Der Feuerwehr-Neubau für Jügesheim und Hainhausen kommt nun doch nicht auf die Liste. Nach den neuesten Richtlinien sei das Projekt nicht mehr förderfähig, erfuhren die Stadtverordneten am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss. Der Grund: Das Feuerwehrhaus stand bereits im Haushaltsplan 2008, die Finanzierung ist auch ohne Konjunkturspritze sicher.

Die Stadt hat mehr als genug weitere Projekte in der „Pipeline“. An erster Stelle steht ein neues Feuerwehrhaus für Dudenhofen und Nieder-Roden auf dem Festplatz am Toom-Markt. Allein damit wäre der Förderrahmen voll ausgeschöpft. Doch die Zeit ist knapp: Für die weiteren Planungsschritte stehen nur noch neun Monate zur Verfügung, normalerweise würden zwei Jahre benötigt.

Für alle Fälle gibt es in Rodgau deshalb noch zwei Dutzend weitere Punkte auf der Prioritätenliste: Einen bunten Strauß an Bauvorhaben in allen Stadtteilen, die fast ausnahmslos dem Energiesparen dienen. Dächer, Fassaden und Fensterfronten in Sporthallen und Kindergärten sind demnach sanierungsreif. Außerdem müssen Straßenlaternen mit Energiesparlampen ausgerüstet werden.

„Wir wollen unser Bestes dazu tun, dass wir auch in Rodgau diesen Konjunktureffekt für die Bauwirtschaft und zur Infrastrukturverbesserung nutzen“,sagte Stadtkämmerin Hildegard Ripper (CDU) neulich im Haupt- und Finanzausschuss. Die zinsverbilligten und „fast tilgungsfreien“ Darlehen der Landestreuhandbank belasteten den städtischen Haushalt in den nächsten 30 Jahren nur mit rund 21 000 Euro pro Jahr, zusammen also 637 000 Euro.

Einig sind sich die Parlamentsfraktionen darin, dass nicht der Magistrat, sondern das Stadtparlament über das weitere Vorgehen zu befinden habe. Clemens Jäger (CDU): „Dann ist die Entscheidung wieder dort, wo sie hingehört.“

Quelle: op-online.de

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