Charmanter Budenzauber

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Die Frauenhilfe bereicherte den Weihnachtsmarkt mit liebevoll selbst hergestellten Handarbeiten. Auch leckeres Speiseöl wurde verkauft.

Dudenhofen (pul) ‐ Knackige Kälte und sogar eine hauchdünne Schicht Schnee: Weihnachtsmarkt, was willst du mehr? Während die Veranstalter in den Stadtteilen Nieder-Roden und Jügesheim mit ihren Adventsmärkten vor acht und 14 Tagen mit Regen zu kämpfen hatten, herrschte am Wochenende beim „Kleinsten Weihnachtsmarkt“ in Dudenhofen ideales Glühweinwetter.

Wegen Krankheit mussten zwar einige Teilnehmer dem Förderkreisvorsitzenden Hans-Jürgen Lange absagen. Der Platz neben der evangelischen Kirche war trotzdem gut gefüllt und bot alles, was die Herzen von Weihnachtsmarktbesuchern gewöhnlich wünschen.

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Gestern Morgen tischte Metzger Siegler zum zünftigen Frühschoppen seine frischen Weißwürste auf, während die Seekirchener Marktmusik die dazu passenden bajuwarischen Klänge blies. Am Tag zuvor hatte der Duft von Glühwein, Kartoffelpuffern und Bratwürsten den kleinsten Weihnachtsmarkt begleitet. Mit acht Buden und gerade einmal 70 Meter Länge bietet der Dudenhöfer Markt dennoch alles, was solche vorweihnachtlichen Veranstaltungen so reizvoll macht. Die gemütliche Enge und das musikalische Programm genossen nicht nur Schirmherrin Sigrid Naudts und ihr Ehemann Dr. Ingomar Naudts, sondern auch die vielen anderen Gäste.

Die Jugend des Musikvereins hatte Kleber, Papier und Schere in die Hand genommen und zauberhaft leuchtende Weihnachtssterne gebastelt. Außerdem boten die Musiker im Vorfeld ihres 100-jährigen Jubiläums die beim Kamelienkonzert im Frühjahr aufgenommene CD mit 71 Minuten Laufzeit an.

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In Sachen Basteln hatten sich auch die Damen der evangelischen Frauenhilfe mit Strickwaren und selbst gedrehten Kerzen mächtig ins Zeug gelegt. Genau wie die Schüler, Eltern und das Kollegium der Freiherr-vom-Stein-Schule. Die kleinen Kunstwerke gaben dem Markt einen liebevollen, weihnachtlichen Anstrich. Wie überhaupt positiv hervorzuheben ist, dass zwischen Backes und Kirchgasse der kommerzielle Kitsch fehlte. Holzbudenzauber und Kerzenlicht dominierten auf den wenigen Metern am Fuß des Kirchturms, und oft wurden die Einnahmen - wie zum Beispiel beim Rotary-Club - wohltätigen Zwecken zugeführt.

Weihnachtsbaum mit frommen Wünschen

Zwar gingen im Stimmengewirr besinnliche Lieder wie das bei der Feuerwehr aus dem Lautsprecher klingende „Stille Nacht“ zuweilen unter, dafür schwiegen Hunderte Besucher andächtig beim Turmblasen und den Posaunentönen des Musikvereins und der extra aus Österreich angereisten Stadtkapelle Seekirchen mit Altkapellmeister Felix Winkler und Leiter Alois Kersch. Bei den Klängen der Musikverein-Bläser (Leitung Harald Deichmann) huschte so manche Textzeile über die Lippen der Zuhörer.

Fromme Wünsche hingen hingegen am großen Weihnachtsbaum vor dem Kirchenportal. Von Schulkindern an das Christkind gerichtet, standen da die innigsten Wünsche: „Die Mama soll wieder gesund werden“ und es darf „keine Schweinegrippe mehr geben“. Mal sehen, welche Bitten das Christkind erfüllen wird.

Quelle: op-online.de

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