Sicherheit von Kleinkindern spielt eine Rolle

Container an zentraler Stelle

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An diesem Anblick scheiden sich die Geister: Die CDU will die Sammelcontainer hinter das Bürgerhaus Weiskirchen versetzen, findet dafür aber keine Mehrheit. Früher wurden solche Themen im Ortsbeirat verhandelt, seit einem Jahr sind sie Sache der Stadtverordnetenversammlung.

Weiskirchen - Die Altglas- und Kleidercontainer am Bürgerhaus Weiskirchen bleiben im Blickfeld der Netto-Markt-Kunden und Bürgerhausbesucher. Ein Antrag der CDU, sie hinter das Bürgerhaus zu versetzen, fand keine Mehrheit im Stadtparlament.

„Die Container blockieren vier Parkplätze, die für teures Geld errichtet wurden“, sagte Max Breitenbach (CDU), der für die CDU den Antrag begründete. Die Union wolle die Behälter aus dem Blickfeld nehmen. Der Antrag biete zudem eine Chance, die Unordnung hinter der ehemaligen Kegelbahn des Bürgerhauses zu beseitigen. Der Standort der Sammelbehälter ist fast der gleiche wie vor dem Bau der Parkplätze. Ursprünglich sollten sie genau zwischen Bürgerhaus und Netto-Markt stehen, ebenfalls auf vier Stellplätzen. Das ging aus einem Plan hervor, den das Stadtparlament vor zwei Jahren einstimmig absegnete – übrigens auf Empfehlung des Magistrats. Dieser Containerstandort wurde jedoch unmöglich, als der Kreis Offenbach neue Anforderungen zur Sicherheit von Kleinkindern formulierte: Wendemanöver an den Containern könnten Kinder auf dem Weg zwischen der Kita Schillerstraße und der U 3-Betreuung im Christian-Zang-Haus gefährden.

Auch der von der CDU vorgeschlagene Platz erfordere riskantes Rangieren vor der Kindertagesstätte, teilte der Magistrat am Montag mit. Zudem sei zu befürchten, dass die „etwas versteckte Lage“ hinter der Kegelbahn eine „illegale Müllentsorgung“ begünstige. „Wir können uns dem nicht anschließen“, entgegnete CDU-Redner Max Breitenbach. Eine „Schmuddelecke“ befindet sich dort jetzt schon. Der Weg zur Kindertagesstätte liege außerhalb der Schleppkurven.

Keinen Bedarf an einer Veränderung sah Karl-Heinz Dauth (Rodgauer Liste). Der alte und neue Containerstandort sei gut zu erreichen. Kinder seien nicht gefährdet. Auch nachts sei der Platz gut ausgeleuchtet. Zudem habe der Magistrat angekündigt, die Wege für Fußgänger farblich zu markieren. Mit 24 : 20 Stimmen lehnten SPD, FDP, Grüne und Rodgauer Liste den Antrag ab. Mit der CDU stimmten AfD und ZmB. (eh)

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Quelle: op-online.de

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