Dächer als Grünzone

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Die Visualisierung zeigt das Bauvorhaben aus der Vogelperspektive. Gut zu erkennen sind auch die begrünten Dachflächen und Dachterrassen. Unten im Bild: die Opelstraße, links die Forsthausstraße.

Dudenhofen (bp) ‐ Die Dietzenbacher Werkmann-Gruppe plant außer dem Bau des Medizinischen Versorgungs- und Kompetenzzentrums in Nieder-Roden eine weitere Millioneninvestition in Rodgau. In Dudenhofen sollen zwischen Opel- und Forsthausstraße 36 Wohnhäuser entstehen.

Das berichtete Firmenchef Uwe Werkmann auf Anfrage unserer Zeitung. Der Stadtverordnetenversammlung liegt am 28. Februar ein städtebaulicher Vertrag mit der Werkmann GmbH & Co. KG zum Beschluss vor. Auch soll dann der Bebauungsplanentwurf gebilligt werden, der das ehrgeizige Projekt erst ermöglicht.

Sofern im weiteren Verfahren keine Probleme auftauchen, könnte frühestens im Juni Baubeginn sein. Werkmann sagte, er rechne mit zwei Jahren Bauzeit, bis alle Häuser stehen und die Außenanlagen fertig sind.

Überwiegend Dachterrassen und Flachdächer

Das 9797 Quadratmeter große Baugelände nahe dem TSV-Sportplatz, vier Tennisplätzen und der Sporthalle lag jahrelang brach. Früher standen dort ein Sägewerk und eine 1993 still gelegte Aral Tankstelle. Das im Bereich der Tankstelle 1994 komplett sanierte Grundstück gehörte einer Erbengemeinschaft. Dem Dietzenbacher Investor, der aktuell auch in Seligenstadt im Niederfeld 26 Einheiten errichtet und überdies das Seligenstädter Stadtwerkegelände bebauen möchte, schwebt für Dudenhofen eine Mischung aus fünf Haustypen in Energiesparbauweise vor.

Ein Blick in eine der Stichstraßen im geplanten Neubaugebiet zwischen Opel- und Forsthausstraße.Visualisierungen: Pielok Marquardt Architekten Planungsgesellschaft

Darunter sind Reihenhäuser, Atriumhäuser und Doppelhäuser mit Wohnflächen von 148 bis 175 Quadratmeter. Die Gebäude nach den Entwürfen der Offenbacher Pielok Marquardt Architekten Planungsgesellschaft werden überwiegend Dachterrassen und Flachdächer haben. Diese sollen begrünt werden.

Werkmann-Gruppe übernimmt Planungskosten

Insgesamt entstehen rund 5800 Quadratmeter Wohnfläche. 72 Stellplätze (davon 28 Garagen) sind den Häusern zugeordnet, 14 weitere dienen Besuchern. Die in der Forsthausstraße vorhandenen öffentlichen Parkplätze bleiben erhalten. Die einzelnen Baugrundstücke sind 160 bis 240 Quadratmeter groß. Ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände führt den Wohneinheiten Energie zu. Die Werkmann-Gruppe übernimmt sämtliche Planungskosten.

Der Bebauungsplan befasst sich auch mit dem zu erwartenden Lärm durch den Sportbetrieb in der Nachbarschaft und gibt Entwarnung: „Es kann davon ausgegangen werden, dass bei entsprechender Festsetzung der überbaubaren Flächen Konfliktfreiheit besteht.“ Bedeutet: weil die Häuser weit genug weg stehen von den Tennisplätzen, wird nicht mit Ärger gerechnet.

Quelle: op-online.de

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