Dagmar Emmerich

An der Spitze ihrer Lieblingsschule

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Dagmar Emmerich leitet gymnasiale Oberstufe und hat keine Angst vor großen Fußstapfen. Dagmar Emmerich auf der gelben Treppe der Stauffenbergschule. 

Dudenhofen - Für Dagmar Emmerich ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Sie leitet ihre Lieblingsschule: „Das ist die schönste im ganzen Kreis“, schwärmt sie. „Ich komme immer noch hier rein und freue mich“, gesteht die 45-Jährige verschmitzt. Von Simone Weil 

Am kommenden Montag, 8. September, wird die Pädagogin an der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Dudenhofen in ihr Amt eingeführt. Nur im kleinen Kreis. „Mir ist es wichtig, das mit dem Kollegium zu begehen“, sagt die angehende Schulleiterin.

Teamarbeit liegt der Lehrerin. Nicht zuletzt deswegen soll auch noch ein großer Konferenztisch in ihr Zimmer. Den Raum hat sie bislang noch nicht nach ihrem persönlichen Geschmack gestaltet, weil sie sich noch nicht entscheiden konnte, wo Farbe eine Rolle spielen soll: auf den Wänden oder bei den Möbeln.

In vielerlei Hinsicht kann sich die Frau an der Spitze der Schulgemeinschaft auf bewährte und eingespielte Mitarbeiter verlassen und will vor allem auch die praxisbewährte Erfahrung nutzen, die es beispielsweise beim Austüfteln der Stundenpläne gibt. Deswegen setzt die Nachfolgerin von Dr. Fredi Ruths auch auf ein gewisses Maß an Kontinuität. Immerhin ist sie keine Unbekannte an der Einrichtung an der Mainzer Straße: Schließlich ist sie seit dem Jahr 2009 als stellvertretende Leiterin dort beschäftigt und hat mit ihrem Vorgänger eng zusammengearbeitet.

Ungewöhnliche Situation an Stauffenbergschule

Doch die Situation an der Stauffenbergschule ist in mancherlei Hinsicht ungewöhnlich: Zum einen ist die Einrichtung untrennbar mit dem Namen von Ruths verbunden, denn er hat das Gymnasium aufgebaut. 1981 wurde das Gebäude in Dudenhofen eingeweiht und bis vor kurzem von ihm geleitet. Deswegen sind es große Fußstapfen, in die Dagmar Emmerich nun tritt. Doch das macht ihr keine Angst. Vielmehr findet sie es schön, dass das so ist. „Ich weiß, was ich hier vorfinde.“

Darüber hinaus ist die Stauffenbergschule ein reines Oberstufengymnasium – das einzige seiner Art im Kreis Offenbach: „Es gibt keine kleinen Schüler, deswegen haben wir so eine Art Uni-Campus-Atmosphäre“, erzählt die Pädagogin, die auch als Schulleiterin unbedingt weiter unterrichten will: Deutsch, katholische Religion und Geschichte. „Ich möchte den Kontakt zu den Schülern haben und die Praxis nicht aus dem Auge verlieren“, sagt Dagmar Emmerich.

Durch die Konzentration auf die Oberstufe ergibt sich der Schwerpunkt der Stauffenbergschule: Alles dreht sich ums Abitur, dafür müssen die Schüler fit gemacht werden. Weil diese im Alter zwischen 14 und 19 Jahr von allen möglichen Einrichtungen kommen, manche auch aus Offenbach, Frankfurt und sogar Bayern, ist die Zusammensetzung „bunt und sehr spannend“, wie die designierte Schulleiterin sagt.

Die gebürtige Rheinländerin studierte in Bonn, zog es aber nach einem kurzen Abstecher nach Niedersachsen vor einigen Jahren schon nach Hessen. Die verheiratete Mutter eines 13-jährigen Sohnes und einer zehnjährigen Tochter lebt in Seligenstadt und möchte auch zuhause „noch präsent sein“. „Wir Lehrer können ganz gut daheim arbeiten“, findet die Brillenträgerin. Sie ist überzeugt, eine „gute Balance“ zwischen Arbeit und Privatleben hinzukriegen.

In ihrer Freizeit liest Dagmar Emmerich gerne: Fantasy-Romane. „Im Moment kämpfe ich mich durch den Herrn der Ringe“, erzählt sie. Außerdem liebt die schlanke Frau das Skilaufen, aber auch Yoga und Laufen. Sie kann sich beim Wandern gut erholen und reist gerne. Darüber hinaus singt sie im Chor – immer nur projektbezogen etwa fürs Weihnachtskonzert in Seligenstadt.

Quelle: op-online.de

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