Besucher haben zwischen fast 90 Fahrzeugen die Qual der Wahl

Daumen hoch für die Autoshow

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Schnittige Neuwagen standen im Zentrum des Interesses.

Nieder-Roden - Der Motor läuft wieder, ganz ohne Stottern und auf Anhieb rund. Unter neuer Regie und nach bewährtem Grundmuster hat Nieder-Roden am Wochenende wieder eine Auto-Show erlebt.

Knapp 90 Fahrzeuge – die meisten auf vier, einige sehr ansehnliche aber auch auf zwei Rädern – lockten am Samstag und Sonntag zahlreiche Besucher auf den Puiseauxplatz. Neu waren bei der 14. Mobilitätsmesse nach 1990 nicht nur die Autos, sondern auch die Organisation. Nachdem der Gewerbeverein Nieder-Roden als Initiator und routinierter Gastgeber der ersten 13 Auto-Shows sich zurückgezogen und das sonst alle zwei Jahre stattfindende Spektakel 2016 ausgefallen war, hatte diesmal der Gewerbeverein Rodgau-Dudenhofen das Ruder in der Hand. Zumindest organisatorisch und durchaus im Sinne der zehn Autohäuser, die auf der Achse Puiseauxplatz und Untere Marktstraße ihre aktuellen Modelle unter 16 Auto- und Motorradmarkenzeichen präsentierten.

Für die neuen Veranstalter, bei der Eröffnung am Samstag durch den stellvertretenden Vorsitzenden Martin Born vertreten, ist der Start im Nachbarstadtteil ein weiterer Schritt auf dem Weg zum gesamtstädtischen Repräsentanten von Handel, Handwerk und Dienstleistern. 36 Nieder-Röder Unternehmer sind dem Verein laut Born schon beigetreten, der – ebenso wie schon in Jügesheim – ein lokales Organisationsteam aufbauen will. Federführende Verbündete bei der Wiederbelebung der Autoshow waren diesmal unter anderem Thomas Murmann und Thilo Emge, deren Engagement nicht zuletzt der Erste Stadtrat Michael Schüßler würdigte.

Gemeistert hatte das Organisationsteam nicht zuletzt die räumliche Herausforderung, den Stadtteilkern nicht wie einen mäßig beanspruchten Pendlerparkplatz, sondern wie eine attraktive Messelandschaft aussehen zu lassen. Abseits aktueller Verkaufstrends präsentierten sich die neuesten Modelle aus den örtlichen Autohäusern in einem ansprechenden Mix aus Farben und Design. Vom minimalistischen Kleinwagen bis zur Familienkutsche war alles vertreten, auch Kleinbusse und Transporter fanden interessierte Betrachter.

Der Blick ins Innere oder das Probesitzen hinterm Lenker hielt so manches Aha-Erlebnis bereit – auch für einen älteren Herrn, der anfangs fand, dass „die doch alle gleich aussehen“. Viele wanderten konzentriert die Motorhauben-Galerie entlang und studierten jeden einzelnen Wagen, andere interessierten sich gezielt für ein einzelnes Gefährt – aus durchaus unterschiedlichen Gründen. „So einen hat sich unser Sohn gekauft“, verriet eine Besucherin. „Bisher haben wir nur Bilder gesehen, und hier steht jetzt das Original“.

Auto-Show 2018 in Nieder-Roden: Fotos

Aus Sicht von Stadtrat Schüßler kam die neue Autoshow zur rechten Zeit: Für die Anbieter vor Ort sei es lebenswichtig, Vertrauen zurückzugewinnen, das die Autoindustrie ein Stück weit verspielt habe. Die Schau eigene sich auch als Plattform für aktuell bewegende Themen – etwa Elektromobilität, die es attraktiver und erschwinglich zu machen gelte. Den Praxis-Part hatte die Energieversorgung Rodau (EVR) übernommen und führte diverse E-Modelle aus ihrem Fuhrpark vor. Für den Sonntag kündigte Schüßler eine Podiumsdiskussion über Mobilität der Zukunft im evangelischen Gemeindezentrum an.

Auch sonst lag der Programmschwerpunkt auf dem zweiten Ausstellungstag. Unter anderem hatte die Feuerwehr Rodgau-Süd eine Rettungsübung angesagt. Für einen Imbiss verweilen und Spaß haben konnten Besucher an beiden Tagen. Für die Kleinen drehte sich ein Karussell, Größere und Junggebliebene absolvierten einen Segway-Parcours. (zrk)

Quelle: op-online.de

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