Debatte über Fusionen in Rodgau

Rodgau - (bp) Sind Fusionen die richtige Antwort auf die Krise einzelner Gewerbevereine? Etwa seit dem Jahr 2000 wird in Rodgau über den Zusammenschluss der vier bestehenden Gewerbevereine diskutiert. Mal mehr und mal weniger. Nichts hat sich bisher in dieser Richtung getan.

Doch jetzt erhält die alte Debatte neue Nahrung. Geschäftsleute, Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmer aus allen fünf Ortsteilen der größten Stadt des Kreises Offenbach werden im Juni den Rodgau-Gewerbeverein gründen. Eine Internetseite für den neuen Verein ( http://www.rodgau-gewerbeverein.de ) gibt es schon. Nur noch keinen Vorstand. Der soll sich erst etwa ein halbes Jahr nach Vereinsgründung bilden. Bis dahin, so hoffen die Initiatoren, haben die bisherigen Gewerbevereine sich geeinigt, wie sie sich verhalten. Unsere Zeitung hat vorab die Stimmungslage abgefragt: „Es muss sichergestellt sein, dass in dem Vorstand des neuen Gewerbevereins Vertreter aus allen fünf Stadtteilen sitzen“, sagt Franz Göbel. Der Vorsitzende des Jügesheimer Gewerbevereins hatte zuletzt mit mangelndem Interesse seiner Mitglieder zu kämpfen. Im März waren die Neuwahlen des Vorstands gescheitert, weil zu wenige Mitglieder die Versammlung besuchten.

Auch Göbels Nieder-Röder Kollege Stefan Manus findet den geplanten Zusammenschluss gut.„Prinzipiell ist das der richtige Weg. Hoffentlich gibt es dann letztlich genug Leute, die diese Idee mittragen und sagen, dass sie das gemeinsam für Rodgau machen möchten.“

Zustimmung (unter dem Vorbehalt weiterer Gespräche) kommt auch vom Vorsitzenden des Gewerbevereins Weiskirchen-Hainhausen, Michael Hügel: „Auf Dauer ist ein Zusammenschluss unumgänglich.“ So ähnlich sieht das auch Berthold Schüßler, Chef des Gewerbevereins Dudenhofen.

Quelle: op-online.de

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