Denkanstöße zu Berufswahl

Entscheidungshilfe bot die Berufsinformationswoche der Claus-von-Stauffenberg-Schule, die gestern zu Ende ging.
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Entscheidungshilfe bot die Berufsinformationswoche der Claus-von-Stauffenberg-Schule, die gestern zu Ende ging.

Dudenhofen ‐ Eineinhalb Jahre vor dem Abitur wissen viele Zwölftklässler noch nicht, welche Richtung sie nach der Schule einschlagen sollen. Entscheidungshilfe bot die Berufsinformationswoche der Claus-von-Stauffenberg-Schule, die gestern zu Ende ging. Von Ekkehard Wolf

Mit rund 40 Veranstaltungen war das Angebot so groß wie noch nie. „Sehr gut geklappt hat die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“, lobt Regina Schäfer, die das Programm gemeinsam mit ihren Kollegen Markus Henkel und Maria Müller organisiert hatte. „Ich hab‘ das Gefühl, sie sind ziemlich überfordert“: Diesen Eindruck gewann Angela Weinel von der Vereinigten Volksbank Maingau von den rund 50 Schülern, die sie in zwei Veranstaltungen zum Thema Bewerbungstraining erlebte. Viele der Jugendlichen taten sich schwer, ihre Begabungen, Talente und Eigenschaften zu formulieren. Auf ein Vorstellungsgespräch als Rollenspiel vor der Klasse wollte sich keiner einlassen.

Umfrage unter den Schülerinnen:

Infowoche an Dudenhöfer Stauffenberg-Schule

Depenti Kapoor (19): Mir war nicht bewusst, dass Allgemeinbildung beim Einstellungstest so sehr gefragt ist. Unter Zeitdruck können auch einfache Aufgaben schwierig sein. Neu war das alles nicht, aber ich hab‘ es noch nie in dieser Intensität dargestellt bekommen. Ich weiß noch nicht, was ich nach dem Abitur mache, deswegen gucke ich mir möglichst viel an.
Carla Merz (17): Es gibt natürlich vieles, was man in der Mittelstufe schon gemacht hat, zum Beispiel Bewerbungen schreiben. Interessant fand ich die Fragen zum Eignungstest. Das hat es so ein bisschen aufgelockert. Viele Informationen erwarte ich von den drei Veranstaltungen der Agentur für Arbeit. Ich möchte in den Journalismus gehen, zu einer Zeitung.
Michelle Mieth (17): Den EU-Vortrag fand ich auch sehr informativ. Da gibt es viel mehr Möglichkeiten als nur nach Brüssel zu gehen. Das Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung war hilfreich, weil man ein paar Arbeitsproben erstellen konnte. Im Bewerbungstraining haben wir ein Assessment Center durchgespielt. Man muss ja nicht jeden Fehler machen.
Anna Schmitz (18): Das mit den Einstellungstests finde ich krass. Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbeitgeber so viel fragen. Nach dem Abitur will ein Jahr ins Ausland gehen - am liebsten zu einem Praktikum in den USA, um die Sprache besser zu lernen. Dann möchte ich zur Polizei in den gehobenen Dienst gehen, wenn das klappt.
Infowoche an Dudenhöfer Stauffenberg-Schule

„Erfolgreich, glücklich, gesund und ohne finanzielle Probleme“, antwortete ein Zwölftklässler auf die Frage: „Wie sehen Sie sich in zehn Jahren?“ Erreichen wolle er diese Ziele „durch einen guten Job, aber welchen, weiß ich noch nicht“.

Eine gehörige Portion Blauäugigkeit verriet eine Schülerin, die es in nur zehn Jahren zu Wohlstand bringen will: „reich mit noch reicherem Mann mit Villa und dickem Auto“. Ihr Berufswunsch: „Gynäkologin oder irgendwas in der Werbebranche“.

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