Müll und kein Ende

Rodgau - Für Überraschungen ist die Rodgauer Politik immer gut. Doch positive Nachrichten sind leider selten. Statt von Vertrauen ist das Klima weiterhin von Misstrauen getragen. So werden externe Juristen gefragt, um die eigene Position zu untermauern. Von Ekkehard Wolf

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Höhere Gebühren verschoben

Das verzögert Entscheidungen. Das Viererbündnis im Parlament hat die Reißleine gezogen, als es die Erhöhung der Müllgebühren vorerst ablehnte. Wem kann man noch glauben, wenn selbst die Experten ihre eigene Kalkulation als lückenhaft hinstellen? Zumindest konnte man das in der Eile zwischen den Zeilen herauslesen. Der Brief der Beratungsfirma sieht allzu „bestellt“ aus. Dass ihn die Erste Stadträtin 90 Minuten vor der Sitzung aus dem Hut zauberte, obwohl er seit Freitag im Haus gewesen sein muss, war taktisch ungeschickt.

Stadtverordnete lassen sich ungern unter Druck setzen. Schon gar nicht von jemandem, dem die Mehrheit offen misstraut. Mit ihrem Ruck an der Reißleine hat die Kooperation Zeit gewonnen, um einen guten Weg aus dem Gebühren-Desaster zu finden. Bis zu neuen Müllgebühren wird es nun Sommer, wenn nicht gar Herbst. Eines ist gewiss: Die Erhöhung muss dann noch stärker ausfallen, weil ein höheres Defizit auszugleichen ist. Es wird schwer, den Bürgern das zu erklären.

Quelle: op-online.de

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