Drachen krönen den Wasserturmbrunnen

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Geschafft! Mit der Enthüllung der Drachen wurde der Wasserturmbrunnen eingeweiht.

Jügesheim (pep) - „Das ist Euer Brunnen!“, rief der Vorsitzende des Vereins „Freunde des Wasserturms“, Frank Eser, als der neue Brunnen am Wasserturmfest endlich eingeweiht war.

Begleitet von den Klängen der Giesemer Guggemusik „Druff Kapell“ wurden die Drachenskulpturen, die um den Brunnen herum angeordnet sind, feierlich enthüllt.

Mit dem Jubiläum 75 Jahre Wasserturm wurde auch das 25-jährige Bestehen des Vereins und das Erreichen der notwendigen Gelder für das Brunnenprojekt gefeiert, das vollständig aus Spenden finanziert wurde. Neben Frühschoppen und Turmbesichtigungen gab es ein buntes Kinder- und Musikprogramm. So spielte etwa die Big Band der Georg-Büchner-Schule auf, die Giesemer Trottwa-Lerche sangen und mit Paul Cowlan bekamen die Gäste English Folkmusic auf die Ohren.

Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der schon am Abend zuvor den Bieranstich übernahm, freute sich auf die Enthüllung der Skulpturen, die von Peter Imgrund angefertigt worden waren. Dabei wurden jedoch nur Materialien verwendet, die auch beim Wasserleitungsbau genutzt werden.

Die Installation aus fünf Basaltstelen, die den Quellstein des Brunnens einkreisen, und den drei Drachenskulpturen hat hohen Symbolwert. Zum einen repräsentieren die Stehlen die fünf Dörfer, aus denen sich die Stadt Rodgau heute zusammensetzt. Die Stadtteile waren schon immer durch die Rodau verbunden, deshalb befindet sich der Quellstein des Brunnens in der Mitte dazwischen. Als mythologische Hüter der Elemente thronen die Drachen auf ihren Podesten und wachen über Feuer, Wind und Erde. Der Wasserturm behütet indes das Element Wasser und hat bereits, ohne dass es jedem Bürger aufgefallen ist, ebenfalls bereits zwei Drachen an den seitlichen Auswürfen.

So kam die Idee mit den Drachen, erklärt Frank Eser die Entstehung des Projekts. Mit dem Künstler aus Goldbach setzte man eine schon länger vorhandene Beziehung fort, denn sein Vater war damals für die Fischbrunnen am Eingang des Turms verantwortlich. Auch diese wurden bei diesem Projekt wieder komplett instand gesetzt. Ilona Jäger , Chefin des Delikatessengeschäfts „Culinara“, spendete zwei Kästen Wasserturmsekt, den sie sonst auch im Laden verkauft, und überreichte einen Scheck über 800 Euro aus dem Erlös dieser Verkäufe.

Der über 43 Meter hohe Wasserturm, dessen Bau 1936 begann und zwei Jahre andauerte, ist einer von acht topografischen Punkten der ersten Ordnung, wie etwa auch der Feldberg und die Zugspitze. Auch der Turm dient der kartografischen Vermessung Deutschlands.

Quelle: op-online.de

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