Drei Dutzend höchst lebendige Untote

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Der Polyhymnia- Popchor verwandelte mit düsterer Lichtstimmung das Bürgerhaus in ein Gruselschloss.

Nieder-Roden ‐ Eineinhalb Jahre haben Dirigent Gottfried Kärner und Rodgaus Kulturpreisträgerin Tanja Garlt mit dem Popchor der Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia Nieder-Roden für den „Tanz der Vampire“ geprobt. Von Andreas Pulwey

Am Wochenende feierten die Untoten ihre gruselige Aufersteheung. Es sollte etwas ganz Großes werden, und das hat der Popchor der Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia auch geschafft. Nach der Premiere des Musicals „Tanz der Vampire“ verabschiedete das Publikum im Bürgerhaus die Sänger und Schauspieler mit minutenlangem Beifall im Stehen.

Gepaart mit einer Portion Witz (herausragend Gerd Oczko als Diener des Vampir-Grafen) nahmen die 35 Nieder-Röder auf der Bühne die Zuschauer schnell mit in ein Bauerndorf in Transsylvanien und in die dunklen Verliese des Vampir-Schlosses.

Bilder vom Musical

„Tanz der Vampire“

Kaum war der von der Suche nach den Blutsaugern besessene Professor Abronsius (Heinz Mathes) bei den Bauersleuten angekommen, wurde sein Adjutant Alfred (Rainer Oczko) von Amors Pfeil getroffen. Die liebreizende Sarah (Ira Schlesinger-Weiland) hatte es ihm angetan. Mutig folgte diese nachts dem Ruf des Obervampirs Graf von Krolock (Björn Bürger) und machte sich auf zu dessen Schloss. Alfred wollte seine Herzensdame aus den Fängen des Untoten retten.

Im Dunkel des Grusel-Schlosses stand Björn Bürger im Rampenlicht. Der Student des Operngesangs brillierte gesanglich; aber auch in Mimik und Gestik bewies er Klasse. Seine Arie „Die unstillbare Gier“, in der er den inneren Zwiespalt des untoten Grafen zeigte, bildete den gesanglichen Höhepunkt.

Gesanglich wie auch visuell - besonders bei der Detailtreue der historischen Kostüme - zauberten Tanja Garlt (Inszenierung) und Gottfried Kärner (musikalische Gesamtleitung) mit dem Popchor (unterstützt von Frauen- und Männerchor) in 18-monatiger Arbeit einen großartigen Auftritt auf die Bühne.

Quelle: op-online.de

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