Streit um Gedenktafel

Dudenhofen - Der VdK Dudenhofen darf die Gedenktafeln mit den Porträts der Toten des Zweiten Weltkriegs vorerst noch nicht auf dem Friedhof aufstellen. Die Zustimmung der Stadt und der Stadtwerke fehlt.

Die städtische Pressesprecherin Sabine Fischer: „Da ist noch eine ganze Menge Klärungsbedarf.“

Weder die Gestaltung der Tafeln, noch der Termin seien mit der Stadt oder den Stadtwerken abgesprochen, sagte Sabine Fischer gestern gegenüber unserer Zeitung: „Wir wissen davon nichts.“ Es habe zwar erste Überlegungen gegeben, aber noch nichts Konkretes.

„Gegen die grundsätzliche Idee ist nichts einzuwenden“, so Fischer, „aber das hat uns jetzt doch überrascht.“ Bisher sei vereinbart gewesen, dass der VdK-Ortsverband mit Christina Breuninger von der Friedhofsabteilung der Stadtwerke ein Gestaltungskonzept erarbeiten solle.

Die Stadt vermisst unter anderem Absprachen darüber, wer künftig für die Erinnerungswand verantwortlich ist. Dabei gehe es unter anderem um die Verkehrssicherheitspflicht und die Beseitigung eventueller Schäden. „Außerdem ist der Ortsbeirat noch nicht beteiligt worden“, betont die städtische Pressesprecherin. Die Situation sei zwar unangenehm für alle Beteiligten, aber nicht zu ändern. Die Stadt sei bestrebt, die offenen Fragen im Einvernehmen mit dem VdK und dem Heimatverein zu klären. Die Gestaltung eines Denkmals erfordere immer besondere Sensibilität. Nicht umsonst hätten die städtischen Gremien so lange und intensiv über das Friedhofskonzept beraten.

Mit Unverständnis reagiert VdK-Ortsvorsitzender Walter Kraus: „Der Bürgermeister hat mir doch mehrmals gesagt: Walter, das kannst du machen, da leg’ ich dir keinen Stein in den Weg. „Und jetzt auf einmal ist alles anders. Das kann’s nicht sein.“

„Es tut mir wirklich leid, wenn man so etwas falsch interpretiert“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann dazu gestern auf Anfrage. „Ich habe ihm immer gesagt: Wenn wir uns abstimmen, gibt es keine Probleme.“ Ein Konzept oder einen Gestaltungsentwurf habe der VdK jedoch nie vorgelegt. Hoffmann: „Es ist doch ganz normal, dass man so etwas irgendwann einmal zu Papier bringt.“

eh

Quelle: op-online.de

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