Gerd Steinle und weitere Künstler laden ein

Bunte Kulturtage im Industriegebiet

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Besuch erwünscht: Gerd Steinle öffnet sein Atelier. Weitere Künstler stellen im Freien aus. 

Dudenhofen - Musik, Theater, ein Speckstein-Workshop und unterschiedlichste Kunst sind am Wochenende 26. und 27. August bei Gerd Steinle in der Hegelstraße 11 zu sehen. Die Kulturtage in seinem Atelier hat Steinle vor zehn Jahren ins Leben gerufen.

Inzwischen ist die alle zwei Jahre abwechselnd mit der Reihe Naturkultur im Wald stattfindende Veranstaltung eine feste Größe in Rodgau. Die Idee, sein Atelier zu öffnen und weitere Künstler einzuladen, auf dem großzügigen Gelände an der Hegelstraße auszustellen, kam dem Künstler vor zehn Jahren. Er will Menschen mit Künstlern zusammenbringen – ganz ohne Schwellenangst wie sie eventuell beim Betreten einer Galerie auftauchen könnte. Das Areal mitten im Industriegebiet bietet sich an: Steinles Schwiegervater hatte früher ein Bauunternehmen. Die überdachten Flächen und Carports, aber auch Wiese und eine dicht bewachsene Laube scheinen wie gemacht, um dort Kunst zu präsentieren.

Im Gespräch können sich Macher und Betrachter nahe kommen, hofft Steinle. Auf diese Weise möchte er die Neugier wecken und für Kunst begeistern. Die Kulturtage haben einen guten Ruf. Deswegen kommen auch immer wieder Anfragen von Künstlern, die sich beteiligen wollen. Als Hausherr ist der Kulturpreisträger der Stadt Rodgau in der komfortablen Position, sich auszusuchen, wer bei ihm mitmacht. Die Künstler stammen längst nicht nur aus Rodgau und Steinle lädt nur Leute ein, die ihm sympathisch sind und deren Arbeiten er schätzt.

Diesmal ist das zum Beispiel die Origami-Artistin Melina Hermsen, der Bildhauer Thorsten Fischer, Matthias Meißner, die Malerin Silvia Wenzel, die auch mit Speckstein arbeitet, Lara Mouvee, die Installationen anfertigt, aber auch Performances vorführt. Mit von der Partie ist darüber hinaus auch der bildende Künstler und Maler Friedhelm Meinaß, der aus Syrien geflüchtete Maler und Bildhauer Khaled Hussein, der Maler Raphael Rack sowie Silvia Baumer, die Objekte herstellt.

Damit das Programm, das am Samstag zwischen 15 und 21 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr zu erleben ist, noch bunter wird, präsentiert „Theater&nedelmann“ Ausschnitte aus „Cranach malt Luther“ (Samstag, 17.30 Uhr). Bluesmusik steuert am Samstag ab 19 Uhr die Band „Hard 2 Remember“ bei. Die Band um Friedhelm Meinaß stellt unter anderem ihren neuen Song „Rodgau rockt“ vor. „Die Mayers“, die Band um Deutschlands besten Jugend-musiziert-Schlagzeuger Jan Iser, präsentieren am Sonntag um 17 Uhr Jazzklänge.

Wie bei den vergangenen Kulturtagen ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher ein kulturelles Wochenende mit Kunst, Theater und Musik, zum Schauen, Hören, Genießen und Verweilen – ein richtiges Spektakel eben. Große und kleine Besucher können außerdem bei einem Speckstein-Workshop selbst kreativ werden und sich ausprobieren.

Die aufwendige Organisation des vielfältigen Programms stemmt Steinle mithilfe seiner Frau Gabi Eisert, die auch Handzettel und Plakat gestaltet hat. „Am Wochenende hilft dann die ganze Familie mit“, erzählt Steinle. Denn je nach Wetter begrüßt der 59-Jährige am nächsten Wochenende vermutlich mehrere Hundert Besucher. Deswegen wird sogar ein Toilettenwagen aufgestellt – alles auf eigene Kosten. (siw)

Quelle: op-online.de

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