Im Zeichen der Nächstenliebe

Evangelische Frauen in Dudenhofen engagieren sich seit 115 Jahren

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Die Frauenhilfe ist seit 115 Jahren ein wertvolles Standbein der evangelischen Kirchengemeinde Dudenhofen. Das Gruppenbild zeigt etwa die Hämelfte der aktuell 68 Mitglieder.

Mit einem Festgottesdienst und einem Empfang hat die evangelische Frauenhilfe Dudenhofen am Sonntag ihr 115-jähriges Bestehen gefeiert.

Dudenhofen – In einer Ansprache erinnerte die Vorsitzende Edith Koch an die Anfänge unter der Regie der Darmstädter Diakonissen, die sich um 1904 der Kinder- und Krankenbetreuung in Dudenhofen widmeten und vor allem junge Mütter in Krankenpflege und Hauswirtschaft unterwiesen. Schon damals unterstützten die Schwestern auch Frauen in schweren Lebensphasen.

Den Weltgebetstag richten die evangelischen Frauen seit den frühen 1950er-Jahren in Dudenhofen aus, seit 1978 gemeinsam mit den katholischen Schwestern.

In der 1959 gegründeten weltweiten Kindernothilfe engagieren sich die Dudenhöferinnen ebenfalls. Sie übernahmen 1966 die erste Patenschaft für ein Kind in Indien und haben seither sieben Kinder in Entwicklungsländern durch die schulische und berufliche Ausbildung begleitet. Zurzeit unterstützen sie ein zehnjähriges Mädchen.

Daheim richtet die Frauenhilfe seit 1978 einen Adventsbasar aus, unterstützt seit 40 Jahren karitative Projekte der Kirchengemeinde, arbeitet im Tante-Emma-Laden mit und unterstützt künftig auch das stationäre Hospiz in Jügesheim. Die jüngsten Initiativen der 68 Frauen waren im vergangenen Jahr das Apfelfest und der Seniorentanz, der mittwochs von 10 bis 11 Uhr unter fachkundiger Anleitung stattfindet.

Stolz ist die evangelische Frauenhilfe Dudenhofen auf die Gründung der Katharina-von-Bora-Stiftung im Jahr 2007. Seither ist das Stiftungskapital von anfangs 50 000 Euro auf mehr als 110 000 Euro gestiegen. Die Stiftung unterstützt kranke und bedürftige Menschen in der Gemeinde und die diakonische Arbeit.

Seit den 1970er-Jahren haben die Frauen insgesamt 260 000 Euro erwirtschaftet und als Spenden weitergegeben. „Es ist schon sehr erstaunlich, was Frauen mit Stricken, Nähen, Basteln und Kuchenbacken erwirtschaften können“, heißt es dazu anerkennend im Gemeindebrief „Die Brücke“.  

zrk

Quelle: op-online.de

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