Spritze statt Löscheimer

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dudenhofen: Fest am Freitag und Samstag

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Feuerwehrübung beendet: Das undatierte Bild aus dem Bildband „Dudenhofen wie es einmal war“ von Manfred Resch (1992) zeigt uniformierte Einsatzkräfte auf dem Heimweg. Das Foto liegt im Archiv des Vereins Heimat, Geschichte und Kultur in Dudenhofen.

Der älteste Feuerwehrverein in Rodgau feiert Jubiläum: Die Feuerwehr Dudenhofen ist 125 Jahre alt. Drei Tage waren dafür im Jahreskalender der Ortsvereine reserviert, an zweien davon wird gefeiert – am 24. und 25. Mai. 

Dudenhofen – Der „Dalles“ am Bürgerhaus wird für das Freiluftfest für den Autoverkehr gesperrt.

Der Festbetrieb zum Ausklang der Woche findet abends statt. Am Freitag, 24. Mai, sticht Frank Lortz um 18 Uhr das erste Bierfass an. Danach spielt die Stadtkapelle Seligenstadt auf. Die Partyband „Hangover“ gastiert am Samstag, 25. Mai, ebenfalls ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Knapp vier Wochen später wird weiter gefeiert. An Fronleichnam, 20. Juni, findet das Feuerwehrfest in Rodgau-Süd statt. Zudem plant der Feuerwehrverein für seine Mitglieder im Sommer eine Fahrt im nostalgischen Dampfsonderzug von Dudenhofen nach Heidelberg und zurück.

Am 1. Mai 1894 gründeten 42 Männer die Freiwillige Feuerwehr Dudenhofen. Die erste ehrenamtliche Feuerwehr in einer Rodgau-Gemeinde löste die frühere Pflichtfeuerwehr ab. Eine Spritze und kleinere Geräte waren die ersten Anschaffungen. Sogar der Kaufpreis der Feuerspritze ist überliefert: Sie kostete 1 707,88 Mark, wie man in dem Buch „Ortschronik 1278 – 2011“ von Albert Kämmerer nachlesen kann. Bereits drei Jahrzehnte zuvor, 1863, hatte die Gemeinde von der München-Aachener Feuerversicherungsanstalt eine Feuerspritze geschenkt bekommen. Früher hatte die Ausrüstung vorwiegend aus Ledereimern und Spaten bestanden.

Das „alte Spritzenhaus“ in Dudenhofen steht schon lange nicht mehr. Es stand in der Nähe der evangelischen Kirche.

Das spätere Feuerwehrgerätehaus am „Dalles“ wurde 1952 errichtet und und in den Jahren 1992/93 für mehr als 1,5 Millionen Mark erweitert. Seit 2014 ist der Polizeiposten in dem Gebäude untergebracht. Die Feuerwehren aus Dudenhofen und Nieder-Roden waren bereits 2010 gemeinsam ins neue Feuerwehrhaus Rodgau-Süd umgezogen.

Im Jahr 2010 wurde auch die Einsatzabteilung Rodgau-Süd gegründet. Ein Zusammenschluss der beiden Fördervereine scheiterte aber bisher.

Zum 120. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Dudenhofen vor fünf Jahren hatte der damalige Wehrführer und Vereinsvorsitzende Bernd Klein von einem Ende des Kirchturmdenkens gesprochen. Er äußerte die Erwartung, eine 125-Jahr-Feier werde es wohl nicht mehr geben.VON EKKEHARD WOLF

Quelle: op-online.de

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