Fest dauert bis Dienstag

Heiße Rhythmen im nasskalten November bei der Kerb

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Die Showband „Hot Stuff“ heizt den Besuchern auf der Tennisanlage ein.

In der Kerb ist Musik drin: Das galt am Wochenende wieder einmal in Dudenhofen.

Discofieber mit „Hot Stuff“ am Freitag und die Rockhits der „Lieblingsband“ am Samstag ließen das nasskalte Herbstwetter vergessen. Beim Wanderclub Edelweiß ging es am Sonntagmorgen etwas ruhiger, aber ebenfalls musikalisch zu: Bei „Ullis Kerbmusik“ stimmten die Gäste gern in den Gesang ein.

Junge und jung Gebliebene ab Mitte 20 feierten im Zelt auf der Tennisanlage am Eppertshäuser Weg. Der Freitagabend mit „Hot Stuff“ ist seit 18 Jahren eine feste Größe der Dudenhöfer Kerb. Viele Mitglieder der Tennisspielgemeinschaft (TSG) Rodgau kennen es gar nicht anders. Der Disco-Pop der 70er- und 80er-Jahre gefällt auch vielen Gästen, die damals noch lange nicht geboren waren. Und diejenigen, die damit aufgewachsen sind, fühlen sich wieder jung. Dazu trägt schon der Anblick bei: Hosen mit Schlag, Schuhe mit klobigen Plateausohlen und Perücken im Afrolook.

„Hot Stuff“ hieß ein Hit von Donna Summer 1979. Die gleichnamige Band wird 40 Jahre später ihrem Namen gerecht: Die fünf Musiker und Sängerin Ina Morgan heizten dem Publikum im Partyzelt dermaßen ein, dass die Heizpilze auf Sparflamme laufen konnten. Schon der Eröffnungssong „Daddy Cool“, im Original von Boney M., ließ das Eis schmelzen und versetzte die ersten Gäste in Bewegung. Mit Stücken von Queen, Tina Turner und Patrick Hernandez gaben die Hot-Stuff-Musiker rasch einen Eindruck von ihrer musikalischen Bandbreite. Beim vierten Lied („What‘s Love Got to Do With It“) schwenkten die Zuhörer bereits ihre Arme über dem Kopf.

Bis weit nach Mitternacht sorgten rund 20 ehrenamtliche Helfer der TSG dafür, dass es ihren Gästen an nichts fehlte. Bereits zwei Tage zuvor hatten Vereinsmitglieder aufgebaut und dekoriert. Und als andere Helfer am nächsten Morgen zum Aufräumen kamen, standen noch zahlreiche Autos auf dem Parkplatz. Das ist nichts Neues: Der Verein beobachtet seit Jahren, dass sich viele Partygäste lieber zu Fuß oder per Taxi auf den Heimweg machen.

Erstmals verzichtete der Tennisverein auf seinen Kerbfrühschoppen am Sonntagmorgen – eine Konsequenz aus dem veränderten Verhalten des Publikums. „Es ist einfach zu viel los. Die Leute gehen nicht mehr dreimal an einem Wochenende weg“, sagt Vorstandsmitglied Sabrina Ripper.

In warmer, freundschaftlicher Atmosphäre feierten die Edelweiß-Wanderer und ihre Freunde gestern ihren Kerbfrühschoppen im Wanderheim. Ein vierköpfiges Ensemble aus den Reihen des Mandolinenorchesters spielte Lieder, bei denen jeder mitsingen konnte – von „Blau, blau, blau blüht der Enzian“ bis zu „Mendocino“. Fast alle Gäste stimmten ein. Gedruckte Liedtexte sorgten dafür, dass niemand nach den passenden Reimen suchen musste.

Heute um 11 Uhr ist Kerbfrühschoppen beim Gesangverein Germania. Der Vergnügungspark auf dem Ludwig-Erhard-Platz bis zum Dienstagnachmittag in Betrieb.  

eh

Quelle: op-online.de

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