Durchblick am Unfallort

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Auch wenn der Gerätewagen erst vergangenen Donnerstag in Weiskirchen offiziell in Dienst gestellt wurde, leistete er bereits seit dem 30. März von Weiskirchen aus seinen Dienst. Drei Einsätze außerhalb Rodgaus waren schon zu bewältigen; acht innerhalb der Stadtgrenzen. Der Praxistest des Prototyps hat also schon länger begonnen.

Weiskirchen - (pul) Ein neues Schmuckstück befindet sich seit dem 6. August offiziell im Fuhrpark des Kreises Offenbach. Den „Gerätewagen Licht und Energie“ hält die Weiskircher Feuerwehr in ihren Hallen für den kreisweiten Einsatz bereit.

Die Anwesenheit der Politprominenz sowie Vertretern nahezu aller Wehren des Kreises zeigte zur Fahrzeugübergabe den besonderen Status, den dieser Prototyp genießt. Bei Großschadenlagen auf der Straße leuchtet das Fahrzeug den Einsatzlort aus. Für Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann stellt die Neuanschaffung eine Reaktion auf die geänderte Gefahrenlage bei den Feuerwehren dar. Bei etwa zehn Einsätzen pro Tag im Kreis Offenbach werden nur noch in 20 Prozent der Fälle Brände bekämpft. Bei den vielen nächtlichen Einsätzen dient das Licht aus dem fahrzeugeigenen Generator der Sicherheit aller Beteiligten.

Neben mehreren Beleuchtungsgeräten lässt sich ein Lichtmast auf zehn Meter Höhe ausfahren. An der Spitze befinden sich drei große Metalldampflampen mit jeweils 200 000 Lumen Lichtleistung, die ihre Helligkeit einen Kilometer weit über die Gefahrenstelle werfen. Der Wagen bringt ein Gewicht von 5,5 Tonnen und 144 Pferdestärken auf die Straße, wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Gröschl erklärte. Heckseitig leitet eine Verkehrswarn- und leitanlage den Verkehr um die Unfallstelle herum.

Auch wenn der Gerätewagen erst vergangenen Donnerstag offiziell in Dienst gestellt wurde, leistete er bereits seit dem 30. März von Weiskirchen aus seinen Dienst. Drei Einsätze außerhalb Rodgaus waren schon zu bewältigen; acht innerhalb der Stadtgrenzen. Der Praxistest des Prototyps hat also schon begonnen. Die nächsten Monate werden Fragen klären, was von der Ausrüstung tatsächlich gebraucht wird und was nicht. Wie ist die Handhabung oder sind die Halterungen stark genug für den Gebrauch in Gefahrensituationen? Nach Klärung dieser Fragen werden die Männer der Wehr einen Erfahrungsbericht erstellen, um weitere Fahrzeuge dieser Art zu verbessern. Die 200 000 Euro Anschaffungskosten stemmten gemeinsam die Stadt Rodgau, der Kreis und das Land Hessen.

Quelle: op-online.de

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