Durst der Rodgauer hat nachgelassen

Rodgau (bp) ‐ Die Stadt schneidet bei der Bürgerhausgastronomie alte Zöpfe ab. Bisher sahen sich die Stadt als Betreiber und die Pächter der Bürgerhausgaststätten aufgrund alter Bierlieferverträge aus den 60er Jahren horrenden Abnahmeverpflichtungen der Brauereien gegenüber.

Das soll sich ändern. Zunächst haben Stadt, Wirt und Radeberger für das Bürgerhaus Weiskirchen eine neue Vereinbarung für zehn Jahre getroffen. Eine solche soll bald auch für das Bürgerhaus Dudenhofen folgen. In Weiskirchen waren aufgrund eines alten Liefervertrags mit der Brauerei, der offenbar utopische Mindestabnahmemengen enthielt, fast 120.000 Liter nicht getrunkenes Bier noch offen. Das brachte die Stadt in die Verlegenheit, eigentlich mehrere 10.000 Euro Ausgleichzahlungen leisten zu müssen.

Der neue Vertrag mit Radeberger macht dies überflüssig. Der Stadt wurden 2 500 Liter erlassen. Überdies wurden die Abnahmemengen für die nächsten zehn Jahre nun so kalkuliert, dass die noch offenen Getränkemengen in diesem Zeitraum auch tatsächlich aufgebraucht werden. „In zehn Jahren sind wir auf null“, freut sich Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Die Mindestabnahmemenge von Getränken liegt nun bei 10.000 Liter im Jahr (vorher 16.400 Liter).

Investitionen liegen künftig hauptsächlich in der Hand des Bürgerhauswirts Fikrin Yilmaz. „Er weiß selbst am besten, was seine Gäste wünschen.“

Quelle: op-online.de

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