E-Mail: Auch CDU in Kritik

Rodgau ‐ Nicht nur Stadtrat Michael Schüßler (FDP) hat seine dienstliche E-Mail-Adresse in Zusammenhang mit einer parteipolitischen Funktion verwendet, sondern auch Erste Stadträtin Hildegard Ripper (CDU). Von Ekkehard Wolf

Darauf hat ein Leser unserer Zeitung vorgestern in Form eines Kommentars auf unser Internetseite op-online.de aufmerksam gemacht. Auf der Internetseite des CDU-Kreisverbandes waren zudem Rippers Telefon- und Faxnummer im Rathaus angegeben. Auch Mühlheims Bürgermeister Bernd Müller, Rödermarks Erster Stadtrat Alexander Sturm und andere Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion waren mit ihren dienstlichen E-Mail-Adressen aufgeführt. Einige dieser Einträge wurden gestern im Lauf des Tages entfernt.

Der Auftritt der CDU in dieser Sache sei „an Peinlichkeit nicht zu überbieten“, kommentiert FDP-Fraktionsvorsitzender Heino Reckließ in einer Pressemitteilung. Sein CDU-Kollege Clemens Jäger hatte letzte Woche im Stadtparlament auf den angeblichen E-Mail-„Missbrauch“ aufmerksam gemacht; die Junge Union forderte daraufhin Schüßlers Rücktritt.

Tatsächlich ist es aber allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke ausdrücklich erlaubt, ihre dienstlichen E-Mail-Adressen auch privat zu nutzen. Das Thema wird im Internet-Auftritt unserer Zeitung heiß diskutiert. Mit über 150 Leserkommentaren ist der Bericht „E-Mail für private Zwecke erlaubt“ vom 2. März der meist diskutierte Zeitungsbeitrag der vergangenen Monate.

Quelle: op-online.de

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