Edles für den Ritt

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Christian Lehmann und Peter Mai legen letzte Hand an eines der Aeolus-Fahrräder.

Jügesheim - (pul) Nach wie vor verirren sich Kunden in die Räumlichkeiten des ehemaligen „Hosenecks“. Dabei gibt es schon seit Jahresanfang an der Blumenstraße keine Hemden und Hosen mehr zu kaufen.

Seit April verlassen professionelle Renn- und Triathlonräder der Marke Aeolus die 400 Quadratmeter Firmengelände in der Nähe des Jügesheimer Bahnhofs.

Triathlonprofi Enrico Knobloch fährt seine Rennen mit dem Werbelogo der Firma auf dem Carbonrahmen. Beim „Ironman“ in Wiesbaden stand er am 16. August auf der Siegerliste auf Platz neun. Und das unter 3 300 Startern. Nicht zuletzt seine Hinweise sind es, die die exklusiven Rennräder voranbringen. Auch beim Rodgau-Triathlon zwei Wochen später war das „Team Aeolusbikes“ in der Spitzengruppe dabei: Henry Beck und Stefan Teichert wurden Zweiter und Dritter in der olympischen Distanz.

Nach der Gründung 2007 haben sich Peter Mai und sein Team im letzten Jahr so richtig ins Zeug gelegt: „Zu Beginn war es eher eine kleine Spinnerei gewesen“, sagt Christian Lehmann. Plötzlich waren zehn der eigenhändig zusammengeschraubten Räder verkauft, und da waren sie, die ersten Verkaufserfolge im Segment der exklusiven Rennräder.

Marktführer werden, hochwertige und exklusive Räder herstellen, das hat sich Aeolus unter dem Geschäftsführer Dieter Metzger auf die Fahnen geschrieben. Im Preissegment ab 1000 Euro aufwärts sehen die Verantwortlichen Potenzial. Peter Mai: „Der Breitensport explodiert.“ Und die Freizeitsportler wollen die gleichen Produkte wie ihre Vorbilder aus dem Profisport. Hier will sich Aeolus ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Zugeschnitten nach individuellen Wünschen verlassen die Bikes Rodgau. Dazu werden Rahmen aus Asien verarbeitet. „Seit zwei Jahren können wir auf Hersteller in Fernost zugreifen. Dort ist das größte Know-how“, sagt Peter Mai. Er nennt Taichung in Taiwan und die großen chinesischen Hersteller. Dort werden die federleichten Carbonrahmen nach den praxisgerechten Anforderungen von Aeolus hergestellt.

Jetzt ist Aeolus noch ein kleiner Fisch im großen Ozean der Radhersteller, aber der Anfang ist gemacht, ein gewisser Bekanntheitsgrad hergestellt und so wachsen die Ziele. Nächstes Jahr sollen 400 bis 500 Räder in der Blumenstraße über die Ladentheke gehen.

Quelle: op-online.de

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