Ehrenamt als Freude empfunden

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Im voll besetzten Bürgerhaus Weiskirchen erhielt Monika Przibilla (Dritte von rechts) den Landesehrenbrief. An ihrer Seite ihre Mutter Elli Pott. Der Kreisbeigeordnete Carsten Müller (links) händigte den Ehrenbrief aus. Rechts: der künftige Bürgermeister Jürgen Hoffmann, dahinter Stadtrat Michael Schüßler, Dr. Judith Pauly-Bender und Bettina Schubert.

Weiskirchen (bp) ‐ Als Monika Przibilla bemerkte, dass viel mehr Familienmitglieder von ihr an der traditionellen SPD-Weihnachtsfeier teilnehmen würden als in den Vorjahren, wurde sie hellhörig.

Ihre Vorahnung bewahrheitete sich. Denn während der Feier erhielt die Frau des früheren Bürgermeisters aus den Händen des Kreisbeigeordneten und Unterbezirksvorsitzenden Carsten Müller den Landesehrenbrief. Und da wollte die Familie natürlich dabei sein. Etwa Monika Przibillas extra angereiste Mutter Elli Pott (86).

Es war ein Abend der blumigen Komplimente und der Blumensträuße. Als „Frau, an der man Maß nehmen kann“, beschrieb zum Beispiel die Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender die Geehrte. Der Stadtverbandsvorsitzende Gerd Bender lobte, die Ehrung würdige die Arbeit von Monika Przibilla für das Allgemeinwohl und die Demokratie. Der Hauptperson des Abends attestierte der Parteichef „Schmackes und Herz“, denn die vielfach ehrenamtlich engagierte Genossin stehe „immer für ihre Überzeugungen ein“.

Stolz auf die demokratischen Errungenschaften der BRD

Die Laudatio hatte zuvor Carsten Müller gehalten. Er bat seine Parteifreundin, die vom CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch verliehene Auszeichnung nicht als „Entlassungurkunde“ zu verstehen. Vielmehr sei dies „die Würdigung eines Lebenswerks für die SPD“. Müller skizzierte Überzeugungen, für die Monika Przibilla in diversen Ämtern immer eingetreten sei: „Jeder braucht eine faire Chance, er muss dafür aber auch etwas tun.“ Wichtig sei ihr stets auch der Respekt im Umgang mit ihren Nächsten. Die Jubilarin sei stolz auf die demokratischen Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Und sie sei der Überzeugung, dass man dafür „jeden Tag hart arbeiten muss“.

Der Kreisbeigeordnete skizzierte das jahrelange Ehrenamt. 14 Jahre sei Monika Przibilla aktiv für den Ortsverein Nieder-Roden und ein „starker Motor für politische und gesellschaftliche Arbeit“. Städtebauliche Projekte habe sie begleitet und angeschoben. Stark setze sie sich für die Feuerwehr Nieder-Roden ein und widme sich älteren verdienten Mitgliedern der Partei. Zu den Gratulanten gehörten auch der FDP-Stadtrat Michael Schüßler, die Nieder-Röder Ortsvereinsvorsitzende Bettina Schubert und der künftige Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Er bescheinigte: „Du hast dir diese Ehrung verdient!“ und dankte für die Unterstützung im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf. Die Geehrte versicherte schließlich, sie habe ihre Ehrenämter nie als Bürde empfunden, sondern als Freude. „Das war mein Ding, das war mir wichtig“. Sie selbst ziehe daraus „sehr großen Gewinn“. Ausdrücklich dankte Monika Przibilla ihrem Ehemann Thomas und Bettina Schubert für die Unterstützung.

An dem Abend fanden weitere Ehrungen statt. Wir werden darüber noch berichten.

Quelle: op-online.de

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