Ehrenamtliche Konzertprofis

Kulturinitiative Maximal strickt am neuen Jahresprogramm

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Ein gelungenes Abschlusskonzert des Bandworkshops mit Thomas Langer fand bei der Kulturinitiative Maximal statt. Dazu war das Publikum eingeladen.

Jügesheim – Zaubershow, Akustisches aus Soul und Rock, Pub-Quiz, Folk und Blues: Es ist eine kunterbunte Mischung, mit der die Rodgauer Kulturinitiative Maximal ins neue Jahr startet. Von Simone Weil

Weil die ehrenamtlichen Konzertveranstalter das Kulturleben in Rodgau seit 25 Jahren bereichern, wurden sie bereits mit verschiedenen Ehrungen gewürdigt. So hat die Stadt sich im Jahr 2017 mit dem Kulturpreis für das Engagement bedankt. Es muss Leidenschaft im Spiel sein, wenn man sich so viel Arbeit organisiert: Denn der Besucher im legeren Klub hat sein Vergnügen, während die Mitglieder des Kulturvereins reichlich zu tun haben. Auf 80 Konzerte im Jahr bringt es die 100 Mitglieder zählende Organisation mit etwa 20 aktiven Unterstützern.

Veranstaltet werden jährlich 60 bis 70 Konzerte, Workshops und Theaterabende mit etwa 3000 bis 3500 Gästen. „In den vergangenen Jahren waren das mehr als die durchschnittlich kalkulierten 70000 Besucher“, vermutet Karin Wagner. Die Vorsitzende kann ein Lied von ehrenamtlicher Arbeit singen: „Mit der Entscheidung, dass eine Veranstaltung stattfindet, fängt die Arbeit erst an“, weiß sie.

Die Treppe runter: Vorsitzende Karin Wagner vorm Eingang.

Erst kürzlich hat das sogenannte Bookingteam die Abende bis Mitte April geplant und darüber hinaus einige Stützpfeiler des weiteren Jahresprogramms eingerammt. Jeweils freitags und samstags ist etwas los im Keller an der Eisenbahnstraße 13 in Jügesheim, hinzukommen im größeren Turnus mittwochs Jazz-Sessions und montags Auftritte der Rodgau Jazz Bigband. „Acht Veranstaltungen im Monat sind sehr viel, wie sich herausgestellt hat“, berichtet Karin Wagner. Sechs verplante Abende hätten sich als sinnvoll erwiesen, obwohl sich der Verein vor Interessenten kaum retten kann. „Da sind viele interessante Anfragen aus der ganzen Welt darunter“, erzählt Karin Wagner.

Sie rechnet vor: Pro Veranstaltung werden 35 bis 40 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet von 16 bis 24 Uhr. Unverzichtbar sind ein Techniker und zwei Thekenhelfer. Weitere Unterstützer sind immer gern gesehen. Man könne immer nur das leisten, wofür sich auch Freiwillige finden. Die Aufgaben reichen vom Aufhängen der Plakate über GEMA und Künstlersozialkasse bis zum Müllrausbringen. Und welcher Besucher weiß schon, dass die Tontechniker bereits um 16 Uhr ihre Arbeit beginnen, damit vier Stunden später alles klappt? Die Kulturinitiative lebt von ehrenamtlicher Mitarbeit: „Wir sind keine geschlossene Gesellschaft. Man muss kein Mitglied sein, um bei uns mitmachen zu können.“

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Wert legen die Programmmacher auf künstlerische Konzepte: Konzerte mit Folk, Jazz, Chanson, Theateraufführungen oder Workshops. Dazu kommen regelmäßige Veranstaltungen wie die Jazz-Night des Gitarrenvirtuosen Thomas Langer mit wechselnden Gästen oder das Pub-Quiz. Stolz ist man auch auf die Kooperationen mit lokalen Institutionen, wie dem Kreisjugendorchester oder der Freien Musikschule. Im Sommer soll wieder mal im Freien gefeiert werden: Im Rodau-Park steht am 10. August eine große Party zum 25. Geburtstag an.

Quelle: op-online.de

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