Brigitte Orth lädt am Wochenende in ihr Atelier ein

Ein bisschen Kunst geht doch

Auch wenn die Rodgau-Art abgesagt wurde, so könnten Kunstfreunde immerhin das Atelier von Brigitte Orth in der Borsigstraße 13 in Nieder-Roden besuchen.
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Auch wenn die Rodgau-Art abgesagt wurde, so könnten Kunstfreunde immerhin das Atelier von Brigitte Orth in der Borsigstraße 13 in Nieder-Roden besuchen.

Nieder-Roden – Die Idee war gut: Weil die Rodgau-Art am nächsten Wochenende mehr oder weniger um die Ecke stattgefunden hätte, wollte Brigitte Orth ihr Atelier in der Borsigstraße 13 ebenfalls öffnen. Die Künstlerin hält nun trotz der Absage des von der Stadt initiierten Kunstfestes im Bürgerhaus an ihrem Plan fest. Wer sich also darauf eingestellt hatte, eine Ausstellung zu besuchen, könnte bei der Malerin in Nieder-Roden vorbeischauen.

Die freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin studierte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt Kunstpädagogik mit Schwerpunkt Grafik bei Professor Schütz. Bei diversen Künstlerinnen und Künstlern bildete sie sich in freier Malerei weiter. Sie lebt und arbeitet in Bad Vilbel und unterrichtet als Dozentin in der Erwachsenenbildung an der VHS Dreieich und Langen. Auch privat gibt sie Kurse in Malen und Zeichnen und erteilt Mappenberatung. 1995 gründete Brigitte Orth die Mal- und Zeichenschule in der Provence.

Seit etwa drei Jahren betreibt die 69-Jährige das Atelier in Nieder-Roden, in dem sie auch Workshops veranstaltet. Radierungen und Holzschnitte, aber auch die Malerei mit Eitempera (wasserverdünntes Eigelb als Bindemittel gemischt mit einem Pigment) interessieren die Künstlerin. Zum Teil arbeitet sie auch Asche und Sand in ihre Gemälde ein, die dadurch eine zarte Struktur erhalten. Die Malerin widmet sich vorzugsweise abstrakten Motiven und Landschaften. Gerne greift sie ein Motiv wie etwa den blühenden Mohn in der Provence auf, das sie verfremdet und abstrahiert. Beispiele dafür finden sich gleich mehrere in ihrem Atelier.

Überhaupt hat die Provence es Brigitte Orth angetan. In der Nähe von Vaison la Romaine bietet sie regelmäßig Malurlaub an. Die zehntägige Auszeit verhilft den Teilnehmern oftmals zu Anregungen oder neuen Perspektiven, mit denen Kreativität und Lebensfreude gewonnen werden können. Mit Stift und Pinsel erkunden die Gäste die Gegend, in der sich auch die wunderschönen Lavendelfelder befinden. Der kräftige Duft und das besondere Licht liefern jede Menge Impulse.

Die Besucher ihrer Volkshochschulkurse sind im Alter zwischen 25 und 80 Jahren, erzählt die Malerin. Außer dem „Spiel mit Formen“, wie selbst sagt, interessiert sie auch das Aktzeichnen. Deswegen komme sie immer wieder mal zur Figur zurück. Derzeit beschäftigt sie sich zum Beispiel mit einer kleinen Serie von Frauentypen.

Ihr Atelier öffnet die Künstlerin am Wochenende 31. Oktober und 1. November jeweils in der Zeit zwischen 14 und 21 Uhr. Mit Maske, Abstand und regelmäßigem Lüften dürfte der Besuch in dem großzügigen Raum unproblematisch sein, glaubt die Malerin.

Infos im Internet

atelierorth.de

Von Simone Weil

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