Ein Baum wie ein Verein

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Einen Tulpenbaum haben die Ortsvereine gepflanzt.

Jügesheim (eh) ‐ Einen fünf Meter hohen Tulpenbaum hat die Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) Jügesheim am Freitag an der Ecke Ludwigstraße/Weiskircher Straße gepflanzt.

Die IGEMO habe „eine kreative Alternative zur Feier des 50. Jubiläums gefunden, lobte Erste Stadträtin Hildegard Ripper. Der Baum sei ein Blickfang an markanter Stelle: „An diesem wunderschönen Giesemer Eck hat bisher etwas gefehlt.“

Einfach war die Standortsuche nicht. An der Babenhäuser Straße, wo der Baum ursprünglich hin sollte, hätte er sich den Luft- und Wurzelraum mit zwei anderen Bäumen teilen müssen. Auch an der Weiskircher Straße gibt es Konkurrenz: Alle Jahre wieder muss sich der IGEMO-Baum die Fläche mit einem Christbaum teilen. Leitungen im Boden machten das Ausheben des Pflanzlochs zum Puzzlespiel: Nun wurzelt der Tulpenbaum zwischen Telefon- und Stromkabeln.

Mit humorvollen Worten zog IGEMO-Vorsitzende Melanie Meyer-Marbach Parallelen zwischen den Eigenschaften der nordamerikanischen Baumart und der örtlichen Vereinswelt: Der Tulpenbaum wächst geradlinig und kann sehr groß werden, sein Laub bildet eine dichte, schützende Krone und die Blüten sind becherförmig - „wie das bei Vereinen bisweilen auch so ist“. Das Begießen nach der Pflanzaktion war Sache der Frauen, nachdem sechs Männer fleißig Erde geschippt hatten. In Aktion waren Ehrenbürger Paul Scherer, Ortsvorsteher Gert Schmalenbach und langjährige Vereinsfunktionäre wie Helmut Winter, der die IGEMO vor 50 Jahren mit gegründet hatte.

Quelle: op-online.de

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