Rodgau/Rödermark

Eine große Rockstimme zu Gast in Rodgau

Folge 1002: Ex-„Genesis“-Sänger Ray Wilson bei „Impuls“: Endlich hatte die Plattenbranche wieder ihr „next big thing“ im Jahr 1990. „Grunge“ war international der Kracher.

Rodgau/Rödermark  (mc) - Was Jahre vorher noch Underground-Sound war, kam plötzlich mit Macht im Mainstream an und schnellte wie eine Raubkatze an die Spitze der Charts. Die neuen Götter, „Nirvana“ aus Seattle, hatten einige Zeit zuvor noch - etwa in Hanau - in düsteren, verräucherten Kaschemmen vor wenigen Zuhörern gelärmt. Jetzt waren Kurt Cobain und seine beiden Mitstreiter weltweite Superstars. Die Talentscouts schwärmten aus, überall gab es CDs im „Seattlesound“.

In Rodgau/Rödermark stand die Gruppe „Eat This“ für diesen Trend. Sänger Matthias Krämer, Gitarrist Dirk Pfau, Bassist Joachim Dobler und Drummer Klaus Hesse waren richtig klasse und gehörten in der Region zu den interessantesten Bands der 90-er Jahre. Während die Musikbranche diesen Stil bis zum Kollaps ausschlachtete, gab es auch einige sehr erfreuliche Erscheinungen.

Zum Beispiel in Schottland: Die Gruppe „Stiltskin“ schuf mit „The Mind‘s Eye“ ein hörenswertes Top-20-Album. Schnell aber wurde es wieder still um „Stiltskin“-Mastermind Ray Wilson. Bis zur Sensationsmeldung, dass er als Nachfolger von Phil Collins bei „Genesis“ einsteigen würde. Nun kommt Ray Wilson nach Rodgau. Am Samstag, 24. Januar, gastiert er in der Aula der Georg-Büchner-Schule Jügesheim.

Wie hat es der „Impuls“ Kulturverein nur geschafft, Ray Wilson nach Rodgau zu holen? Vorsitzender Frank Redemann: „Um einen bekannten Künstler wie ihn zu engagieren, muss man natürlich sehr viele Kontakte pflegen, am Ball bleiben und dann, und das ist, glaube ich, das Wichtigste, durch authentisches und ehrliches Auftreten das Management beziehungsweise den Booker überzeugen.“ Es ist den Impulslern gelungen: Ray Wilson präsentiert am 24. Januar in Jügesheim sein Programm „Genesis unplugged“. Redemann hofft, dass Ray Wilson auch den einen oder anderen „Stiltskin“-Song spielen wird.

Ein besonderer Tag wird der nächste Samstag für Sandra Karpf. Die 19-jährige Rodgauer Sängerin mit Gitarre bestreitet das Vorprogramm für Ray Wilson. Dabei wird sie ihre Lieblingsstücke aus drei Jahrzehnten zum Besten geben sowie die Akustikversionen ihrer eigenen Songs, die sie als „San Dee“ auf CD bannte. Wenn die Musikerin sonst mit Band agiert, ist an der Gitarre der Rodgau/Rödermärker Gitarrenbauer Nik Huber dabei, der seine Instrumente international vertreibt. „Milch   mäd chen“- Schlag zeu ger  Andreas Karpf drückt bestimmt fest die Daumen, dass alles klappt - ist „San Dee“ doch seine Schwester.

Quelle: op-online.de

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