Eine Premiere, die keiner wollte

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Beim Nieder-Röder Adventsmarkt war alles gefragt, was wärmte - das Wetter zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite.

Nieder-Roden ‐ Auf diese Premiere hätten die Nieder-Röder Vereine gern verzichtet. Zum ersten Mal, seit sie ihren Adventsmarkt zurück an Kirche, Pfarrheim und Heimatmuseum geholt haben, kostete sie das miese Wetter etliche Besucher. Von Michael Löw

„So ein bisschen Regen kann uns nichts anhaben“, gab Ortsvorsteher Steffen Hartmann, der den Markt zusammen mit Bürgermeister Alois Schwab und dem Sonntagverein eröffnete, Durchhalteparolen aus. Und angesichts der Umstände viele Nieder-Röder und Gäste aus Nachbarstadtteilen hatten sie auch erhört.

Glühwein, Met, Punsch mit und ohne Alkohol, Lumumba & Co. wärmten von innen. Vordächer, Zelte oder der „Rote Salon“ der SG garantierten Schutz vorm Regen. „So dick hat‘s uns in den vergangenen neun Jahren noch nicht erwischt“, stöhnte „Marktmeister“ Günther Keller. Der gewann dem Schmuddelwetter wenigstens eine gute Seite ab. Niemand musste sich durch die Gassen zwischen den 22 Buden drängen. Gemütliches Flanieren war gestern und am Samstag angesagt. Was die liebevoll dekorierten Stände auch verdient hatten.

Die Kinder lagen den Organisatoren besonders am Herzen. Am Pfarrheim lud ein Lagerfeuer zum Kokeln ein, im Sälchen das Spanischen Clubs las Elke Bleß-Pichl von der Arbeiterwohlfahrt Weihnachtsgeschichten vor.

Dorthin kam auch Nikolaus Andreas Büdel - mit Bischofsmütze wie es sich für den Namenspatron des gestrigen Tages gehört und ohne „Hohoho“-Gelächter. Genauso traditionell sangen die Kinder „Lasst uns froh und munter sein!“, bevor sie in den Sack mit Geschenken greifen durften. Darin lagen nicht nur Apfel, Nuss und Mandelkern wie es früher Brauch war, sondern auch zeitgemäße Präsente. Die roten Mützen eines Möbelhauses waren begehrt - wen wundert‘s bei einem Wetter, das alles andere als weihnachtlich war.

Quelle: op-online.de

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