Einflugschneise unerwünscht

Rodgau ‐ Die Stadt Rodgau will Mitglied der Frankfurter Fluglärmkommission werden. Diesen Wunsch äußert Bürgermeister Jürgen Hoffmann in einem Brief an die Kommission. Er will erreichen, dass die Stadt künftig früher von zusätzlichen Lärmbelastungen erfährt. Von Ekkehard Wolf

Bürgermeister Hoffmann (SPD) sieht auch Landrat Oliver Quilling (CDU) in der Pflicht, die betroffenen Kommunen zu informieren. Quilling vertritt den Kreis Offenbach in dem Beratungsgremium zum Fluglärm.

Im Rahmen des so genannten „Maßnahmenpakets Aktiver Schallschutz“ sollen Anflugrouten verlegt werden - unter anderem nach Weiskirchen.

„Es kann nicht angehen, dass bei allen Anhörungen über den Flughafenausbau gesagt wurde, Rodgau ist so gut wie nicht betroffen. Jetzt, kurze Zeit später, werden ohne jegliche Information die Flugrouten geändert“, kritisiert auch Anette Schweikart-Paul, die Vorsitzende der CDU Weiskirchen. Sie sei nicht damit einverstanden, erst einmal den Probebetrieb abzuwarten, wie dies Bürgermeister Hoffmann letzte Woche vorgeschlagen hatte.

Fakten

  • Die Fluglärmkommission berät die Genehmigungsbehörde des hessischen Verkehrsministeriums und die Deutsche Flugsicherung.
  • Für jeden Verkehrsflughafen gibt es eine solche Kommission. Laut Luftverkehrsgesetz soll sie nicht mehr als 15 Mitglieder haben.
  • Die Frankfurter Kommission hat 37 Mitglieder. Neben Flughafenbetreiber und Behörden sind neun Landkreise und 20 Städte vertreten, unter anderem Stadt und Kreis Offenbach.
  • Neu-Isenburg hat als einzige Stadt des Kreises Offenbach einen eigenen Sitz in der Kommission.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare