ZmB informiert Bürger über künftige Baugebiete

Einheitlicher Kaufpreis fürs Bauland geplant

Rodgau - Die Stadt plant drei große Baugebiete gleichzeitig: in Nieder-Roden, Dudenhofen und Jügesheim/Hainhausen. Einen Eindruck davon verschafften sich rund 25 Teilnehmer einer Fahrradtour mit dem Wählerverein „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB).

Auch für die drei ZmB-Stadtverordneten war die Rundfahrt aufschlussreich. Beim Start am geplanten Baugebiet N  39 erfuhren sie von einer Versammlung der Grundstückseigentümer, die am 19. Juni im Bürgerhaus Nieder-Roden stattgefunden hatte. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) hatte alle rund 150 Eigentümer des Gebiets eingeladen. Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann und der städtische Fachdienst für Stadtplanung und Umwelt waren dabei.

Ergebnis: Die Eigentümer im N 39 können beim Ankauf durch die HLG mit einem ähnlichen Preisniveau wie in den anderen Stadtteilen rechnen. In den letzten Monaten waren viel niedrigere Preise kolportiert worden. Gründe dafür waren die schwierige Entwässerung und der hohe Anteil an schützenswerten Biotopen in diesem Gebiet. Die Entwässerungsfrage ist nun offenbar gelöst, unter anderem durch eine geplante Pflicht zur Dachbegrünung. Alle Eigentümer sollen einen einheitlichen Kaufpreis erhalten, um die Besitzer der Biotopflächen nicht zu benachteiligen.

Abgesehen von den Ergebnissen der Eigentümerversammlung wusste auch ZmB-Fraktionsvorsitzender Johannes Pickert ausführlich über den Stand der Dinge in Sachen N 39 zu informieren. Zur Anbindung an das Straßennetz konnten die ZmB-Politiker allerdings noch nichts sagen, da sie erst in einem der nächsten Planungsschritte festgelegt wird. ZmB vermisst ein Gesamtverkehrskonzept für die Stadt.

Der Straßenverkehr ist auch eine noch ungelöste Frage in Rodgau-West, dem größten geplanten Baugebiet im Rhein-Main-Gebiet. ZmB-Vorsitzender Horst Böhm berichtete von den Ergebnissen des städtebaulichen Wettbewerbs. Zur Anbindung und zur inneren Erschließung hätten sich die Planer zwar Gedanken gemacht, aber der weitere Verlauf sei unklar: nach Norden über Rembrücken, nach Osten über die Wilhelm-Leuschner-Straße und nach Süden über Rodgau-Ringstraße und Kreisquerverbindung. Eine vorausschauende Verkehrsplanung sei in Rodgau nicht zu erkennen, meinten Mitradler.

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Eine weitere Station der ZmB-Rundfahrt war das geplante Baugebiet J 50 zwischen Allensteiner und Kasseler Straße, das sogenannte Amber-Quartier. Um sich eine Vorstellung machen zu können, was es bedeutet, 45 bis 60 Wohneinheiten pro Hektar unterzubringen, wurde als gutes Beispiel das gegenüberliegende Gebiet J 41 (Karl-Hermann-Flach-Weg, Gisèle-Freund-Weg) durchfahren. Ein Mix aus Grünfläche, Doppelhaus, Reihenhaus und mehrgeschossiger Bebauung füge sich gut an die bestehende Bebauung an.

In Dudenhofen gab es Informationen über die geplante Bebauung hinter der Claus-von-Stauffenberg-Schule im Gebiet „Hinter dem Dell“. In Hainhausen-West konnte man die Erschließungsarbeiten und die Baustellen der ersten Häuser sehen. Alle Radtour-Teilnehmer zeigten sich zufrieden über die informative Fahrt und baten um eine baldige Wiederholung: Der Informationsfluss aus dem Rathaus sei nicht gerade sehr üppig. (eh)

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Quelle: op-online.de

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