Pandemie

Sicherheitsdienst und Einbahnregelung – So sorgen Supermärkte in Corona-Zeiten für Sicherheit

Edekakunden nehmen das Angebot, sich im Markt die Hände desinfizieren zu können, gerne an.
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Edekakunden nehmen das Angebot, sich im Markt die Hände desinfizieren zu können, gerne an.

Während dem strengen Corona-Lockdown treffen Menschen oft nur noch in Supermärkten aufeinander. Wir haben bei Supermärkten nachgefragt, wie der Einkauf in der Pandemie möglichst sicher wird.

Rodgau - Wie lassen sich in Corona-Zeiten in Supermärkte die Käuferströme entzerren? Ist es möglich, Begegnungen beim Suchen der Ware weitgehend zu vermeiden? Diese Fragen treiben Kunden um. Wir haben Edeka Ermel (Dudenhofen) und Aldi Süd zu dem Thema befragt. So viel vorneweg: Die Balance, zwischen Gesundheitsschutz, einem angemessenen Warenangebot und wirtschaftlichem Arbeiten ist ungeheuer schwer zu finden. Und ein flächendeckendes Einbahnsystem in den Märkten ist nicht praktikabel.

Geschäftsmann David Ermel vertraut an stark frequentierten Tagen weiterhin auf einen Sicherheitsdienst am Eingang, um die Zahl der Kunden im Markt besser kontrollieren zu können. Der Unternehmer ist froh, dass vorrangig Stammkunden seinen Edeka besuchen. „Die wissen ganz genau, wo sie welches Produkt finden, und müssen also nicht suchen.“

Rodgau: In den Randzeiten ist im Supermarkt weniger Betrieb

Nicht so geübten Einkäufern empfiehlt der Marktbetreiber, unbedingt die Tagesrandzeiten zu nutzen. „Wer nur fast mit sich und dem Personal alleine sein möchte, der kommt am besten morgens ganz früh um 7, 8 Uhr oder abends ab 21 Uhr.“

Generell habe er jedoch zusätzliches Personal eingestellt, um auch diese Abläufe zu vereinfachen und zu beschleunigen. „Wir sind jetzt 110 Mitarbeiter und begleiten unsere Kunden schon immer bei Fragen zu den jeweiligen Produkten persönlich direkt an den jeweiligen Regalplatz, um langes Suchen zu vermeiden. Diese Regel gilt jetzt natürlich umso mehr.“

Corona-Einkauf in Rodgau: Einbahnregelung nur an den Bedienungstheken sinnvoll

Eine Einbahnregelung habe sich lediglich an den Bedienungstheken realisieren lassen, um dort einen möglichst reibungslosen Ablauf garantieren und die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können. Ermel: „Im restlichen Markt ist das schier unmöglich umzusetzen, da wir Hauptgänge, Zwischengänge und Mittelgänge haben und eine Vorgabe des Weges dort nicht funktionieren würde.“

Die Kassen seien immer ausreichend besetzt, damit keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Luftiger ist die Wartezone an den Kassen geworden. Hinweisschilder (Abstandsregel, Maskenpflicht) schon draußen an Unterständen für die Einkaufswagen und im Markt sowie Hinweise auf dem Fußboden runden das ab. Nicht zu vergessen Desinfektionsspender.

Aldi Süd nennt auf Anfrage unserer Zeitung eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen. Zur Frage des Einbahnsystems äußert sich die Pressestelle aber nicht konkret. „Unsere Filialen verfügen in der Regel über relativ breite Gänge, und unser Sortiment ist – im Vergleich mit anderen Supermärkten – mit rund 1700 Artikeln sehr übersichtlich“, lässt die Pressestelle wissen. Das ermögliche „einen schnellen und einfachen Einkauf“. Darüber hinaus seien bereits rund 85 Prozent der insgesamt 1940 Filialen mit zusätzlichen Hinweisschildern ausgestattet, die eine Orientierung noch einmal verbessere. „Das gilt unter anderem auch für unsere Filiale in Rodgau-Hainhausen.“ Kundinnen und Kunden würden die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen vor Ort sehr positiv aufnehmen und auch unterstützen.

Kundeninformationen zu den Coronaregeln hängen bei Edeka in Dudenhofen an jeder Ecke.

Einkaufen in der Corona-Pandemie: Viele Aldi-Filialen mit elektronischer Zutrittskontrolle

Gesonderte Öffnungszeiten seien nicht geplant. Aufgrund behördlicher Auflagen könne es mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen. Aldi Süd habe zwei Drittel der 1940 Filialen mit einem digitalen System zur Zutrittskontrolle ausgestattet. Ausgewählt worden seien dafür Filialen, in denen in der Regel ein höheres Kundenaufkommen herrsche. Grundsätzlich werde die Zutrittssteuerung in allen Filialen gemäß den Vorgaben der jeweiligen Corona-Verordnungen der Bundesländer geregelt. Kunden würden mit Schildern an der Filiale auf die entsprechende Zutrittsregelung hingewiesen.

Plexiglasscheiben an den Kassen und Bodenmarkierungen in den Abstandszonen seien angebracht worden. „Unsere Pfandautomaten wurden umprogrammiert. Dadurch ist es nicht mehr nötig, dass für die Ausgabe des Pfandbons der Knopf am Automaten gedrückt wird, sondern die Ausgabe geschieht nach wenigen Sekunden automatisch.“ Auch gebe es in den meisten Filialen am Eingang und an den Einkaufswagen Hygienestationen. „Sollte es dazu kommen, dass Kunden vor der Filiale auf Einlass warten müssen, gelten ebenfalls die behördlichen Auflagen wie Maskenpflicht und die Abstandsregelung.“ (bp)

Um während der Corona-Pandemie Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden, sollten die Einkäufe auf ein Minimum reduziert werden. Mit diesen Tipps schaffen Sie es, nur einmal pro Woche einkaufen zu gehen.

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