Einzel ist der Favorit

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Zur Tennis-Saisoneröffnung in Nieder-Roden zeigte TCN-Trainer Thorsten Maier, wie Neulinge den Schläger richtig in die Hand nehmen.

Nieder-Roden ‐ Zeitgleich, aber nicht gemeinsam, eröffneten die Tennisabteilung der Turngemeinde und der 1.Tennisclub Nieder-Roden zur deutschlandweiten Kampagne „Deutschland spielt Tennis“ ihre Anlagen. Von Peter Petrat

Morgen, Sonntag, folgt der Tennisclub Rodgau-Dudenhofen (TCR) ab 10 Uhr mit einem Brunch und einem bunten Programm. Von Einigkeit, die 2008 bei einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Tennisvereine in Rodgau beschworen worden war, ist man weit entfernt. Auch die Idee von einer „Spielgemeinschaft Rodgau“ ist nicht weiter verfolgt worden. Allerdings findet beim TCR ab 14 Uhr zum ersten Mal zur Saisoneröffnung ein Freundschaftsturnier mit den Sportfreunden des TC Blau-Weiß statt. Herrenmannschaften spielen in Einzeln und Doppeln um einen Wanderpokal.

Trotzdem ist offen, ob die damalige Diskussion wieder auflebt. Der TCR hatte sie angestoßen. Und am schwierigen Umfeld für Tennisclubs hat nichts geändert. Verlängerte Unterrichtszeiten erschweren es Jugendlichen, Zeit auf dem Tennisplatz zu verbringen. Das beobachtet die zweite Vorsitzende des TC Blau-Weiß Dudenhofen, Gudrun Römer. Die Mitgliederzahlen gehen zurück oder stagnieren, Kosten steigen und die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Arbeit sinkt.

Da bietet der vom Vorsitzenden des TC Blau-Weiß, Horst Fritsch, angeregte gemeinsame „TC Rodgau“ als Dachverein eine mögliche Lösung. Jedoch ist die Euphorie auch hier schnell abgeflaut. Für solch massive Umbrüche fehlt es an Unterstützung.

Ist eine Fusion illusorisch?

Fusionen hält zum Beispiel der TC Jügesheim zurzeit für illusorisch. Das sagt Vorstandsmitglied Mechtild Laun. Spielgemeinschaften hingegen seien „realistisch“. Der TC Jügesheim hat außerdem den beiden Großvereinen TGS und TGM SV im Falle derer Fusion eine Zusammenarbeit angeboten.

Auch Alois Burkart, Pressesprecher des TCN, sieht keinen Handlungsbedarf zu einem Zusammenschluss. Allein die Bezirksgrenze der beiden Sportkreise, die mitten durch Rodgau läuft, sei ein Hindernis. Dazu komme, dass die Tennisplätze dem Hauptverein gehören, nicht der Tennisabteilung. Wenn man über eine Zusammenarbeit und einen Zusammenschluss ernsthaft nachdenken wolle, so gehe dies nur über die Jugend, die im Lauf der Zeit zusammenwächst.

TG-Jugendwartin Claudia Dietsche sieht immer noch eine große Hemmschwelle und viele persönliche Eitelkeiten bei den Vereinen. Jeder wolle seine Selbstständigkeit wahren. Geändert habe sich seit der Diskussion im Jahr 2008 nichts. Ein Zusammenschluss bringe Vorteile bei der Jugendarbeit.

Mehr als zufrieden war der TCN-Vorstand zur Saisoneröffnung mit den vielen Neuanmeldungen. „Das zeigt, dass unser Gesamtpaket stimmt“, sagt Vorsitzender Raymond Koch. „Dazu gehört nicht nur die Ausrichtung auf sportliche Leistung, sondern auch das Drumherum mit aktivem Clubleben, zu dem viele Mitglieder ihren Beitrag leisten, was letztendlich dazu führt, dass sich die Leute bei uns wohl fühlen.“

Der 250 Mitglieder starke Club hat für diese Saison 24 Mannschaften gemeldet und befindet sich nach eigenen Angaben an der Kapazitätsgrenze seiner Anlage. Fast vergessen scheinen die als besonders schwerwiegend bezeichneten Entwicklungen, die 2008 Auslöser der Podiumsdiskussion über die Zukunft des Tennissports in Rodgau waren.

Das Programm

  • Die Saisoneröffnung beim TCR beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Um 11 Uhr beginnen das Eröffnungsturnier - die „Schoppenrunde“ - und ein Bouleturnier für jedermann.
  • Kostenloses Schnuppertraining für Kinder ab vier Jahre ab 11 Uhr mit lizensierten Trainern. Parallel dazu läuft ein Schautraining der ersten Damenmannschaft. Angebote für Neumitglieder werden vorgestellt. Kinder können sich zum Sommercamp vom 9. bis 13. August anmelden.
  • Ein Schaukampf wird um 13 Uhr geboten, Miniolympiade ab 14 Uhr.

Quelle: op-online.de

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