Einzigartig in Hessen

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Ein Dutzend Schüler und eine Lehrerin der Claus-von-Stauffenberg-Schule absolvierten den Grundlehrgang der Feuerwehr. Urkunden dokumentieren ihr Wissen.

Rodgau - (eh) Eine zweite Schülergruppe der Claus-von-Stauffenberg-Schule hat jetzt den Grundlehrgang der Freiwilligen Feuerwehr absolviert. Zwölf Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft legten gemeinsam die Prüfung ab.

Das hessenweit einzigartige Modellprojekt ist zunächst auf drei Jahre befristet. Auch in anderen Bundesländern stößt es auf Interesse.

Die Feuerwehr-Ausbildung in der gymnasialen Oberstufe entspricht den Vorgaben der Landesfeuerwehrschule Kassel. In Schulungsstunden und praktischen Übungen haben die jungen Leute viel Wissen um die Grundlagen der Brandbekämpfung erworben. Die meisten hatten keine Vorkenntnisse mitgebracht. Unter Aufsicht des stellvertretenden Kreisbrandinspektors Rolf Keim und des Stadtbrandinspektors Andreas Winter legten sie nun ihre Prüfungen ab: Jens Ade, Jonas Bracht, Holger Enck, Tobias Färber, Djorde Golubovic, Sascha Merklinger, Hagen Oftring, Alessandro Pupillo, Nicole Sadorf, Andrea Julia Schäfer, Patrick Steinheimer, Adrian Stumpf und Thomas Neudörfer. Gemeinsam mit den Jugendlichen absolvierte auch diesmal eine Lehrkraft den Grundlehrgang.

Das Projekt „Brandschutz und Erste Hilfe“ wendet sich vor allem an Schüler/innen der Jahrgangsstufen 11 und 12. Der zweite Teil der Ausbildung (Sanitätshelfer oder Feuerwehrsanitäter) kann auch noch zu Beginn der Jahrgangsstufe 13 in Angriff genommen werden, da er vor den Weihnachtsferien oder unmittelbar danach endet. Beide Ausbildungsteile sind voneinander unabhängig. So kann man die Sanitätsausbildung unabhängig vom Feuerwehrlehrgang absolvieren.

Die Ausbildung wurde von Kreisausbilder Kai-Uwe Richter zusammen mit dem schulischen Projektleiter Markus Henkel weiter entwickelt und ausgebaut. Bei der Sanitätsausbildung arbeitet die Schule mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes und mit den Johannitern zusammen.

Das Projekt „Brandschutz und Erste Hilfe“ ist für die Schüler kostenlos. Sie müssen allerdings einen Teil ihrer Freizeit opfern und die Scheu vor manchen Einsatz-Situationen überwinden. So musste eine junge Frau im Rahmen des Kurses ihre Höhenangst besiegen, als sie sich vom Jügesheimer Schlauchturm abseilen sollte.

Die Kosten für Ausrüstung und Übungsmaterial werden bisher aus Spenden gedeckt, unter anderem durch eine Zuwendung der Stiftung „Miteinander Leben“ des Kreises Offenbach. Anträge auf Zuschüsse des Landes Hessen sind gestellt.

Quelle: op-online.de

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