Erste Zahlen zum Carsharing

Elektroflitzer ist oft unterwegs

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Abstöpseln und losfahren: Carsharing-Kunden können das kleine Elektroauto auch spontan buchen, wenn es nicht gerade von einem anderen Kunden reserviert ist.

Rodgau - Das neue Carsharing-Angebot der Energieversorgung Rodau (EVR) wurde seit Anfang des Jahres von 35 Autofahrern genutzt, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt. Das Elektroauto legte im ersten Monat knapp 2 400 Kilometer zurück, also rund 80 Kilometer am Tag. Von Ekkehard Wolf 

Bei großer Nachfrage stellt die EVR ein zweites Fahrzeug bereit. Der grasgrüne BMW i 3 an der Stromtankstelle neben dem Rathaus ist für viele Bürger schon ein gewohnter Anblick. Der Kleinwagen ist aber auch oft unterwegs. Im Januar wurde er 82 Mal gebucht, in der Regel für eine bis drei Stunden. Die Fahrten verteilten sich gleichmäßig über die Wochentage mit einem leichten Anstieg am Wochenende. Die meisten Fahrer legten mit dem Elektroflitzer Entfernungen zwischen 20 und 50 Kilometern zurück. Die längste Strecke im Januar waren 125 Kilometer.

Nicht alle registrierten Nutzer sind schon mit dem grünen Kleinwagen gefahren. 58 Kunden haben sich seit Jahresanfang angemeldet, aber nur 35 von ihnen haben das Carsharing-Angebot auch genutzt. Sogenannte „Power-Nutzer“ konnte die EVR über diesen kurzen Zeitraum noch nicht feststellen, aber einige Kunden buchen das Auto schon zwei bis drei Mal pro Woche.

Normalerweise steht am Rathaus ein Auto bereit. Die Kunden bekommen auf ihrem Mobiltelefon jedoch zwei baugleiche Autos zur Auswahl angezeigt, von denen eines oft für Tage und Wochen reserviert ist. Der Grund: Die EVR-Gesellschafter Maingau Energie und Stadtwerke Rodgau nutzen das zweite Auto meistens selbst. Sie bringen es nur dann zum Rathaus, wenn das erste Fahrzeug komplett ausgelastet ist, damit weitere Kunden das Angebot nutzen können.

Das Carsharing in Rodgau ist preiswerter als in vielen anderen Städten. Die Nutzer bezahlen 1,99 Euro pro angefangene Stunde, Stromkunden der Energieversorgung Rodau nur die Hälfte (99 Cent). Ein Fehler im Buchungssystem irritierte in den ersten Wochen manche Kunden. Das Reserve-Auto wurde ausschließlich zum niedrigeren Preis angeboten, da das System nicht zwischen beiden Tarifen unterscheiden konnte. Dieser Fehler ist laut EVR inzwischen behoben.

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Dass die Nutzung nicht viertelstunden- oder gar minutengenau abgerechnet wird, begründet das Unternehmen ebenfalls mit dem niedrigen Preis. Maingau-Pressesprecherin Carolin Henneberg: „Bei 0,99 Euro pro Stunde würde eine minutengenaue Abrechnung im kleinstelligen Cent-Bereich liegen.“

Quelle: op-online.de

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