Ein Monumentalwerk aus der Bibel

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Der herzlose Pharao (Renè Frank) lässt seine Launen mal wieder an armen Untertanen aus.

Jügesheim - Ein paar Wochen erst ist's her, dass die Sänger der Emmausgemeinde Teil eines riesigen Chores waren und mit 2 800 weiteren Sängern „Die zehn Gebote“ präsentierten. Von Peter Petrat

In kleinerer, aber immer noch beeindruckender Besetzung bekam das Rodgauer Publikum das biblische Monumentalwerk zu sehen und zu hören.

So groß wie das Werk war auch die Aufregung: Sind ausreichend Sitzplätze vorhanden? Ist die Beleuchtung richtig eingestellt? Vor dem Beginn des Pop-Oratoriums hatte das Team um Kantor René Frank in der Aula der Georg-Büchner-Schule noch eine Menge zu tun. Am frühen Samstagabend saßen die Lichttechniker noch an ihrem Pult, um Bühne und Sänger perfekt auszuleuchten und die Stimmung jeder einzelnen Szene in Farbe und Helligkeit darzustellen. Auf der Bühne suchte Felix Safosnik, der später den Moses spielt, die richtige Position, um bei seinem Dialog mit Gott auch wie geplant angeleuchtet werden zu können.

Die Anspannung legte sich erst wieder, als Aurelia Füssler die fast 400 Besucher begrüßt hatte, und nach einigen Worten zur Entstehungsgeschichte der Aufführung die Bühne frei gab.

Angelehnt an das zweite Buch Moses" erlebten die Zuschauer einen stimmungsvoll untermalten Streifzug durch die biblische Geschichte. Im knapp zweistündigen Musical gaben 14 Solisten und der 44 Sänger starke Chor der Emmausgemeinde Rock, Pop und Gospelmusik zum Besten. Wie in einer griechischen Tragödie kommentierten Erzähler und Chor das Geschehen. Zwischen Verzweiflung und Hoffnung schwankte das Volk der Israeliten, dessen bewegendes Schicksal fast die Hälfte der Handlung ausmachte. Mitreißend gelang der Auftritt und beeindruckte das Publikum.

Bilder von der Aufführung

Emmausgemeinde führt „Die zehn Gebote“ auf

Die Idee einer Aufführung von „Moses auf Modern“ stammt von Kantor René Frank, der voriges Jahr auf die großen Aufführungen des Pop-Oratoriums in einigen Großstädten aufmerksam wurde. Zusammen mit seinem Chor bewarb er sich und durfte in Mannheim als Teil des fast 2800-köpfigen Gesamtchores mitwirken. Und da sie das Stück besonders begeistert hatte, und zumindest auch bereits die Chortexte gelernt waren, entschied sich die Gemeinde, ihr eigenes Oratorium auf die Beine zu stellen. Auch wenn das Zusammenfügen von Chor, Solisten und Schauspiel nicht einfach war, machte es doch allen Beteiligten viel Freude.

Als herzloser und arroganter Pharao war es René Frank, der erst durch viel Leid und Schmerz seines Volkes dazu gebracht werden konnte, die Israeliten ziehen zu lassen. Als Moses" Frau Zipporah stand Jennifer Bolender auf der Bühne, seinen Bruder Aaron spielte Stephan Novosel. Pfarrer Andreas Goetze schlüpfte passenderweise in die Rolle des Priesters. Als Erzählerinnen bewegten sich Anna David, Julia Ludwig und Meike Ludwig zumeist am vorderen Rand der Bühne. Julian Dagistan übernahm die Rolle des Widersachers Naroch, Franziska Langer die eines Engels. Einen Diener spielte Jeannette Bergert-Kohlstrung, das Ensemble bestand aus Ira Balgheim, Aline Sacher und Denise Bickler.

Weitere unverzichtbare Helfer waren Gabi Oppitz, Lara Schumann, Hannelore Voss, Monika Glasenapp, Richard Lubczyk, Torsten Slach, Jens Neuenhahn, Harald Hollmann und Corinna Jäger. Der Erlös der beiden Veranstaltungen am Samstagabend und gestern Mittag fließt in den Gemeindeaufbauverein, der für die Kinder, Jugend- und die musikalische Arbeit in der Gemeinde verantwortlich ist.

Quelle: op-online.de

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