Endlich Spaß am See

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Keine Angst vor kaltem Wasser hat die Jugend der DLRG-Rodgau.

Nieder-Roden - (eh) Aus den Kleidern, fertig, los: Manche Rettungsschwimmer konnten es kaum erwarten, bis die Ansprachen zur Saisoneröffnung am Badesee endlich vorbei waren. Ein Dutzend DLRG-Schwimmer stürzten sich ins kalte Wasser und kraulten bis zum ersten Ponton, wo sie ihr rotes Transparent entrollten.

Bei der Rückkehr am Strand standen schon Eltern mit flauschigen Badehandtüchern bereit. „Letztes Jahr war‘s wirklich kälter“, kommentierte ein 18-Jähriger ungerührt.

Nach dem Bad bei zwölf Grad warteten die Eltern schon mit Handtüchern.

Für ihren Mut erhielten die DLRG-Jugendlichen verdientermaßen Applaus. Die anwesenden Kommunalpolitiker hatten gekniffen: Keiner wollte baden gehen. In diesem Punkt waren sich auch die drei Bürgermeisterkandidaten einig. Jeder hatte einen anderen Grund. „Ich geh‘ schon in so kaltes Wasser, aber nur, wenn die Sonne scheint“, sagte Anette Schweikart-Paul (CDU). „Es gibt Aufgaben, da lasse ich lieber anderen den Vortritt“, bekannte Alois Schwab (Ex-CDU). Hobbytaucher Jürgen Hoffmann (SPD) hatte seinen Neopren-Anzug nicht dabei: „Ich wollte die Fische nicht erschrecken.“

Hoffentlich passiert nichts dieses Jahr“, sagte Schwimmmeister Peter Ruckelshausen, für den am 1. Mai die 34. Saison am Badesee begann. „Wir haben hier ein offenes Gewässer und kein Freibad mit Becken“, rief er in Erinnerung. Diese Tatsache werde oft unterschätzt: „Wir wissen ja auch nicht, welche Gebrechen mancher Badegast hat.“

Ein Plus an Sicherheit erhofft sich die Stadt Rodgau von der Einstellung eines zusätzlichen Schwimmmeisters. Die Hauptamtlichen sind künftig zu viert - drei fest angestellte Schwimmmeister und eine Saisonkraft. Dennoch sind sie auf die Unterstützung durch die ehrenamtliche DLRG-Mannschaft angewiesen.

So viele Rettungsschwimmer wie wir haben andere nicht“, lobt Peter Ruckelshausen. Erst jetzt sind wieder fünf Neue dazugekommen. Alexsander Grenz, Sonja Kranich, Tom Losert, Carsten Reckemeier und Florian Schickling tragen jetzt das Rettungsschwimmabzeichen in Silber. „Das ist das Wichtigste für den Wachdienst“, so Ruckelshausen. Die Prüfung muss alle zwei Jahre wiederholt werden. Philipp Kessler, Tobias Kilian, Robert Kranich, Verena Liller und Carolin Reckemeier haben sich den Anforderungen erneut erfolgreich gestellt.

Quelle: op-online.de

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