Energiegenossenschaft stellt erste Projekte vor

Wärmeversorgung ganz zeitgemäß

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Die Energo, Energiegenossenschaft Rodgau/Rödermark, stellt einige erste Projekte vor, die maßgeblich zu einer Reduktion des Ausstoßes von Kohlendioxids beitragen.

Dudenhofen - Die Energiewende in Rodgau und Rödermark: Die Energo, Energiegenossenschaft Rodgau/Rödermark, stellt einige erste Projekte vor, die maßgebend zu einer Reduktion des Ausstoßes von CO2 beitragen und die Energiewende allgemein etwas vorantreiben sollen.

Unter anderem gehören eine neue Wärmeversorgungsanlage bei der TG Weiskirchen und das Errichten einer energieeffizienten Wärmeversorgung bei dem „Franziskushaus“ der Caritas in Urberach zu den Energiesparprojekten, die von der Energo finanziert und derzeit bearbeitet werden. Im Sommer 2013 wurde die Energiegenossenschaft „Energo“ gegründet und inzwischen ist es der Energo gelungen, einige Projekte in die Wege zu leiten. Bei einem Informationsabend im Bürgerhaus Dudenhofen stellten einige Mitglieder diese vor, auch in der Hoffnung noch einen Zuwachs verzeichnen und auf ihre Sache aufmerksam machen zu können. Zunächst rief Aufsichtsratsmitglied Franz Dürsch das Thema Energiewende den Zuhörern noch einmal ins Gedächtnis. „War da mal was mit Energiewende?“, lautete die Fragestellung in der Präsentation etwas polemisch. In der Tat scheint aber das Thema seit geraumer Zeit etwas in den Hintergrund gerückt. Gerade daran sollte der Informationsabend und sollen nun auch die aktuellen Projekte der Energo in wichtigen Gemeindezentren wieder etwas ändern.

Im Fokus der Energo stehen derzeit vor allem die Energieversorgung über Solarenergie mittels Photovoltaik und Wärmeerzeugung über Pellets und Hackschnitzel. So auch bei der Wärmeversorgungsanlage der TG Weiskirchen. Die neue Wärmeversorgungsanlage der TG hat 200 Kilowatt Heizleistung und als Brennstoff dienen Holzpellets. Durch die Erneuerung der veralteten Wärmeanlage durch die Energo werden im Schnitt 60.000 Kilogramm weniger Kohlendioxid ausgestoßen, das sind 90 Prozent weniger als bei der alten Heizung. Die neue Anlage ist seit November 2013 in Betrieb. Die Genossenschaft investierte rund 75.000 Euro. Auch weiterhin wird die Anlage von der Energo gewartet. Der Energieliefervertrag der Turngemeinde mit der Genossenschaft läuft 15 Jahre. Ähnlich steht es um das aktuellste Projekt der Energo, die Wärmeversorgung im Franziskushaus der Caritas. Mit ebenfalls 200 Kilowatt Heizleistung und Holzpellets als Brennstoff werden 30.000 Kilogramm weniger Kohlendioxid pro Jahr erzeugt. Da diesmal allerdings eine komplette Anlage installiert und nicht nur eine alte erneuert werden musste, beträgt die Investition um die 90.000 Euro. Die Inbetriebnahme soll im Oktober erfolgen. Die Vertragslaufzeit beträgt voraussichtlich 20 Jahre.

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Für das nächste Jahr hat die Energiegenossenschaft schon weitere Projekte in Aussicht. Allerdings lassen sich die aktuellen Projekte der Energo bereits sehen. Dem Vorstandsvorsitzenden Volker Feldmann gelang es durchaus mit der Vorstellung dieser Projekte zu überzeugen. Nun hofft die Energo noch auf neue Mitglieder. Anmeldeformulare finden sich unter anderem online. Ein Anteil kostet 100 Euro. Mit weiterem Bestehen der Energo sei für Mitglieder nach aktuellem Stand der Dinge voraussichtlich auch mit verlässlichen Renditen zu rechnen, so Volker Feldmann.

(sjs)

Quelle: op-online.de

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