Weg entlang der Rodau versinkt im Matsch

Nur mit Gummistiefeln vor die Tür

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Der Rodauweg in Nieder-Roden ist reif für eine Sanierung: Schon nach ein, zwei Tagen Regen versinkt er im Matsch.

Nieder-Roden - Der Rodauweg zwischen Einstein- und Römerstraße ist sanierungsreif. Das Wasser läuft nicht mehr ab und die Oberfläche ist voller Schlaglöcher. Die Stadtwerke planen eine grundlegende Sanierung.

„Bringen Sie Gummistiefel mit“, sagt Brigitte Weiland ihrem Besucher am Telefon. Sie hat nicht übertrieben. Der Weg zu ihrem Haus besteht aus Matsch und Pfützen. Die Wasserflächen sind tückisch: Man sieht ihnen nicht an, wie tief sie sind. Es braucht keine lange Regenperiode, um den Weg auf diesem 400-Meter-Stück praktisch unpassierbar zu machen. Schon nach ein, zwei Tagen wird die Oberfläche zu Matsch.
Für Jakob und Brigitte Weiland ist der Rodauweg die einzige Zufahrt zu ihrem Haus, das seit 70 Jahren dort steht. Andere Häuser in der Nachbarschaft sind direkt vom Breitwiesenring erreichbar – ihres aber nicht.

In Gummistiefeln stapft Brigitte Weiland durch Dreck und Pfützen.

Die Folgen: Ihre Mülltonne müssen die Weilands bis an den Breitwiesenring rollen, damit sie geleert wird. Der Briefträger muss den Weg durch den Matsch nehmen. Und manche Pakete kommen erst gar nicht an, sondern werden gleich zurückgeschickt: „Adresse nicht bekannt.“ Der jüngste Fall ereignete sich vor einer Woche: Jakob Weiland wartete am Dienstag den ganzen Tag lang auf ein angekündigtes Paket. Kein Paketbote klingelte. Am nächsten Tag meldete sich der Absender: „Hat sich Ihre Adresse geändert?“

„Einfach ist es nicht, war es noch nie“, sagt Brigitte Weiland: „Das hat uns die ganzen Jahre nichts ausgemacht. Aber wir werden auch älter.“ Vor etwa zehn Jahren wurde der Rodauweg zuletzt erneuert. Damals waren dort Kanalrohre verlegt worden. „Drei, vier Jahre hat er gut gehalten“, erinnert sich Brigitte Weiland: „Es war sogar so, dass das Wasser seitlich abgelaufen ist, dass man in der Mitte laufen konnte.“

Vom alten Wegprofil ist ebenso wenig übrig wie von der Oberfläche. Versuche, die Schlaglöcher mit Sand zu füllen, brachten keine dauerhafte Besserung: Nach ein paar Monaten waren sie wieder ausgefahren.

Bilder: Nachtumzug in Rodgau

„Der Weg ist so verdichtet, dass sich das Füllmaterial in den Löchern nicht mit dem Rest verbindet“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Rodgau, Sabine Hooke. „Das gibt es auch an anderen Stellen.“ Die Tiefbauabteilung der Stadtwerke suche derzeit nach einer sinnvollen, haltbaren Lösung. Eine Möglichkeit bestehe darin, die Oberfläche des Wegs zu lockern und neu zu befestigen: „Das können wir mit unseren Maschinen aber nicht machen.“ Die Stadtwerke seien daran, Informationen und Angebote einzuholen. Wenn die Finanzierung gesichert sei, könnten die Arbeiten möglicherweise im Lauf des Jahres erledigt werden. Als vorläufige Hilfe werde der Bauhof die größten und tiefsten Löcher noch einmal auffüllen – wohl wissend, dass der Erfolg nicht von Dauer ist. (eh)

Quelle: op-online.de

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