Entlastung der Ortsdurchfahrt gefordert

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"Tempo 30" soll bald in der Hainburgstraße in Nieder-Roden eingeführt werden.

Nieder-Roden - (eh) Ein Sieben-Punkte-Programm zur Verkehrsregulierung und -beruhigung der Hainburgstraße hat der Ortsbeirat am Dienstag einstimmig verabschiedet. Darin wird die örtliche Straßenverkehrsbehörde unter anderem aufgefordert, „Tempo 30“ vorzuschreiben.

Außerdem soll der Fahrradweg verlängert und Wegweiser für den Schwerlastverkehr verbessert werden.

Etwa 10 000 Fahrzeuge sind täglich auf der Ortsdurchfahrt unterwegs.

Bereits vor zwei Jahren hatten sich Anwohner an den Ortsbeirat gewandt. Seither beschäftigte sich eine interfraktionelle Arbeitsgruppe mit den Verkehrsproblemen. Dabei wurden auch Bürger einbezogen. „Ein sehr basisdemokratisches Verfahren“, wie Ortsvorsteher Steffen Hartmann meint. Nur in den Stadtteilen könne ein politisches Gremium so direkt mit den Betroffenen arbeiten: „Das zeigt, dass der Ortsbeirat unverzichtbar ist.“

Die teilweise irreführenden Hinweisschilder für den Schwerlastverkehr führen nach Ansicht des Ortsbeirats zu einem unnötig hohen Verkehrsaufkommen im Ort. So wird das Industriegebiet Nord von der B 45 kommend auch mal als Industriegebiet Ost bezeichnet. Lkw-Fahrer sind auf eindeutige Wegweiser angewiesen, weil elektronische Straßenkarten für sie nur bedingt geeignet sind. „Wir haben das sogar mal mit einem Navi-Gerät getestet“, berichtet Steffen Hartmann.

Der Ortsbeirat will Verkehrsströme auf die Umgehungsstraßen (B 45 und Rodgau-Ringstraße) verteilen, um die Hainburgstraße zu entlasten. Gute Beispiele gebe es etwa in Hainhausen in der Alfred-Delp-Straße und Wilhelm-Leuschner-Straße.

Das sind die sieben Wünsche des Ortsbeirats:

Radarkontrollen auch nach 21 Uhr.

Tempo 30 auf der Hainburgstraße.

Fahrbahnmarkierungen für wechselseitiges Parken, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit zu drosseln.

Zebrastreifen oder Verkehrsinsel zwischen Fontanestraße und Kreuzung Frankfurter Straße.

Verlängerung der Fahrradwege zwischen Fontanestraße und Kreuzung Frankfurter Straße als „Bedarfsstreifen“.

Überarbeitung der Hinweisschilder für den Schwerlastverkehr.

„Geisterschaltung“ an der Fußgängerampel zur Fontanestraße, um vor allem in den Nachtstunden nicht „freie Fahrt“ zu signalisieren.

Quelle: op-online.de

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