Jügesheim

Entsorgungsbetrieb wandert aus Rodgau ab

Die Firma Veolia Umweltservice Süd-West gibt ihren Betrieb an der Hans-Böckler-Straße auf und zieht nach Darmstadt um.

Jügesheim (eh) -  Zum Jahresbeginn hatte die Stadt Rodgau ihre Müllabfuhr an einen Konkurrenten in der Wetterau vergeben. Ein Zusammenhang mit dieser Entscheidung besteht nach Angaben des Unternehmens jedoch nicht.

„Zur Verbesserung der Gesamtauslastung und zur Optimierung der logistischen Prozesse“ habe man begonnen, die Betriebsstandorte Darmstadt und Rodgau zusammenzulegen, teilte Veolia-Pressesprecherin Sandra Tauchert auf Anfrage mit. Von Darmstadt aus biete Veolia „eine noch größere Vielfalt an Entsorgungslösungen für Privat- und Gewerbekunden in der Region an“. Der Service werde in gewohnter Form weitergeführt, eine Rufumleitung werde eingerichtet.

„Die Schließung des Standorts Rodgaus zieht keine Personalmaßnahmen nach sich“, so Sandra Tauchert. Alle Mitarbeiter, rund 35 Personen, würden zukünftig im Betrieb in Darmstadt eingesetzt. In mindestens einem Fall, der unserer Redaktion bekannt ist, kam es allerdings zu einer Kündigung in Darmstadt.

Was aus dem Betriebsgrundstück und den Gebäuden in Jügesheim wird, will das Unternehmen noch nicht sagen. Es gebe „konkrete Pläne, die zeitnah kommuniziert werden“, kündigt die Veolia-Sprecherin an.

In der Hans-Böckler-Straße 2 ist schon seit vielen Jahren die Müllabfuhr daheim. Der frühere Entsorgungsfachbetrieb Peter Schad wurde von der Firma Sulo übernommen, die sich im Jahr 2007 mit einer deutschen Tochter des französischen Veolia-Konzerns zusammenschloss.

Vor drei Jahren hatte der Entsorgungsbetriebseine Abfallsortieranlage in Jügesheim erweitert. Seither dürfen dort laut Genehmigung rund um die Uhr Abfälle sortiert werden - bis zu 10 750 Tonnen im Jahr. Dazu zählen Papier, Pappe und Verpackungsmaterialien sowie Altholz, Elektroschrott, Bau- und Abbruchabfälle. Die Umstellung auf einen 24-Stunden-Betrieb hatte im Juni 2006 in Rodgau kurzzeitig für Schlagzeilen gesorgt. Die damalige CDU/FDP-Mehrheit lehnte es ab, im Stadtparlament über das Thema zu diskutieren.

Quelle: op-online.de

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