Entwarnung für das Heimatmuseum

+
Am alten Schwesternhaus hängen viele Erinnerungen, auch wenn es nicht unter Denkmalschutz steht.

Jügesheim (bp/eh) ‐ Den Ehrenamtlichen des Heimatvereins ist eine große Sorge vorerst genommen. Das ehemalige Schwesternhaus, in dem der Verein sein Museum betreibt, ist an Privatleute aus der Nachbarschaft im Ostring verkauft worden.

Lesen Sie außerdem „Museum sucht eine neue Heimat

Die von den Erben des Vorbesitzers ausgesprochene Kündigung für das Heimatmuseum ist damit entschärft. „Jetzt haben wir erst einmal Luft“, freut sich Josef Herbert Spahn, der Vorsitzende des 1978 gegründeten Heimatvereins. „Wir müssen nicht über den Winter aus dem Gebäude ausziehen.“ Nach dem Tod des bisherigen Vermieters hatte der Verein die Kündigung zum 31. März 2010 erhalten.

Die neuen Besitzer werden das Haus, an dem in Jügesheim viele Erinnerungen haften, nicht abreißen. Vielmehr ist an eine Sanierung und Vermietung gedacht.

Stadt macht von Vorkaufsrecht keinen Gebrauch

Auch die Stadt hatte Interesse an der Liegenschaft. Nach einem Teilabriss hätte das Gelände zusammen mit dem Grundstück des bald leer stehenden Feuerwehrhauses und der Alten Schule zum innerörtlichen Filetstück werden können. Die Stadt hat von ihrem Vorkaufsrecht aber keinen Gebrauch gemacht.

Stadtrat Michael Schüßler sagt, man habe zwar verhandelt. Dieses Investment hätte aber nur unnötig Folgekosten verursacht. Ein Totalabriss wäre nicht in Frage gekommen. Überdies habe die Stadt genug Finanzprobleme mit alter Bausubstanz. In ein solches Projekt hätte man zu Zeiten einsteigen sollen, als der Rodgauer Haushalt noch Überschüsse erwirtschaftete. Jetzt sei es dafür zu spät.

Quelle: op-online.de

Kommentare