Erfolg als größtes Problem

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Ein Feuerwerk wird es dieses Mal wohl nicht beim Drachenfest geben.

Nieder-Roden - (eh) Besucher des Drachenfests am Badesee müssen am 26. und 27. September auf Feuerwerk verzichten. Der Feuerwerks-Wettbewerb hatte sich in den letzten fünf Jahren zu einer großen Attraktion entwickelt, die Publikum weit über Rodgau hinaus anzog. Allein mit ehrenamtlichen Kräften und ohne Unterstützung der Behörden ist ein solches Großereignis nach Ansicht der Veranstalter nicht mehr möglich.

Der Drachenclub „Aiolos“ beschränkt sich nun auf das, was er seit 20 Jahren erfolgreich organisiert: Ein Fest der Drachenflieger für die ganze Familie. Die Pyrotechnik-Fans wandern nach Feucht bei Nürnberg ab: Dort steigt am 19. September erstmals ein Wettbewerb für Musikfeuerwerke der Klasse II, also mit handelsüblichem Silvestermaterial - wie bisher in Rodgau.

Das eigentliche Problem ist der enorme Erfolg der Veranstaltung“, berichtet Dirk Enders aus Dudenhofen, der den Wettbewerb auf den Wiesen am Badesee organisiert hatte: „Wir hatten bis zu 25 000 Zuschauer an den Wochenenden und das können wir mit den momentanen finanziellen und personellen Mitteln einfach nicht mehr bewältigen.

Stadt lehnt notwendige Straßensperrung ab

Der Feuerwerks-Wettbewerb hatte sich laut Enders im Lauf der Jahre zu einer Leistungsschau der Pyro-Branche entwickelt. Alle großen Hersteller stellten ihre Produkte zur Verfügung, um damit junge Pyrotechniker zu begeistern. Ein Höhenfeuerwerk der Größenordnung wie bei „Rhein in Flammen“ sei jedoch daran gescheitert, dass die Stadt eine kurzzeitige Sperrung der Rodgau-Ringstraße ablehne.

Wir hätten uns ein bisschen mehr Unterstützung von der Stadt gewünscht“, sagt auch Drachenclub-Vorsitzender Werner Wengerter. In einem Vorgespräch im Frühjahr hätten Stadtverwaltung und Polizei sogar noch zusätzliche Absperrungen und Ordnungskräfte an der Kreisquerverbindung gefordert. „Das ist für uns als Verein alleine nicht mehr zu stemmen“, bedauert Wengerter. Eine Unterstützung durch Ordnungspolizisten oder den freiwilligen Polizeidienst sei nicht angeboten worden.

Andere Städte an Wettbewerb interessiert

Ich finde es schade, dass die Stadt Rodgau den Wert dieser Veranstaltung nie erkannt hat“, bedauert Dirk Enders: „Andere Städte geben viel Geld für Marketingaktionen wie Shoppingnächte mit Feuerwerk aus, was man in Rodgau für einen Bruchteil des Geldes hätte haben können.“ Er, Enders habe bereits zahlreiche Anfragen von Städten und Veranstaltungsagenturen erhalten, die den Wettbewerb gern in ihren Städten austragen wollen.

Quelle: op-online.de

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