Erhitzte Gemüter vor Wahl

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Rainer Bergert

Rodgau (eh) ‐ Mit 25 : 18 Stimmen ist Rainer Bergert am Montag zum Schiedsmann für Hainhausen und Weiskirchen gewählt worden. Der frühere Stadtverordnetenvorsteher (SPD) ist seit 1997 stellvertretender Schiedsmann.

Nun wird er Nachfolger des verstorbenen Hans Massoth. Die geheime Wahl wurde davon überschattet, dass die CDU der Viererkooperation Rechtsbeugung und Machtmissbrauch vorwarf, weil die Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben worden war. Redner der SPD und FDP bezeichneten die CDU-Kritik als Retourkutsche dafür, dass die Kooperation den Jügesheimer CDU-Ortsvorsitzenden nicht zum Vize-Schiedsmann für Jügesheim gewählt hatte.

Wie haben Sie die Debatte empfunden?

Ich habe gedacht, das ginge ohne Aussprache, weil sich die Weiskircher und Hainhäuser schon festgelegt hatten. Aber dafür waren die Gemüter von der vorhergehenden Debatte zu erhitzt. Da hat man vielleicht einen Tagesordnungspunkt gesucht, wo man Dampf ablassen konnte. Es hat mich sehr betroffen gemacht, dass man sich über einen solchen Punkt so auslassen kann. Danach kamen Leute aus Weiskirchen und Hainhausen zu mir und entschuldigten sich.

Ist Ihr Amt beschädigt?

So weit würde ich nicht gehen. Da sind unglückliche Dinge zusammengekommen. Ich hoffe nicht, dass davon etwas bleibt, einfach um der Sache willen. Wenn jemand mit seinem Anliegen zum Schiedsmann kommt, dann soll das Gespräch nicht vorbelastet sein.

Haben Sie am Montag daran gedacht, die Aufgabe des Schiedsmanns einfach hinzuwerfen?

Hinwerfen kommt nicht in Frage. Es sind meistens zwischenmenschliche Dinge, die da zu behandeln sind. Die möchte ich schlichten. Das ist mir wichtiger als die ganze politische Aufregung. Die Zusammenarbeit mit Hans Massoth war in den ganzen Jahren hervorragend. Wir zwei haben uns prima verstanden.

Quelle: op-online.de

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