Kürzungen fressen erhöhte Lehrerzuweisung auf

Nicht überall 104 Prozent erreicht

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Rodgau - Die Stundenpläne sind fertig, das neue Schuljahr kann beginnen. Zufrieden mit der Lehrerversorgung äußern sich Rodgaus Schulleiter auf Anfrage unserer Zeitung.

Dennoch ist diese Zufriedenheit nicht ungetrübt: Die „104 Prozent“ an Lehrerstunden, die Kultusministerin Nicola Beer verspricht, kommen nicht an allen Schulen an. Für die vier Prozent mehr werden an anderen Stellen Lehrerstunden abgezogen. „Vor allem bei Deutsch als Zweitsprache wurde massiv gekürzt“, berichtet Andrea Haus, die Leiterin der Heinrich-Böll-Schule (HBS). So seien die „104 Prozent“ unter dem Strich ein Nullsummenspiel. Dennoch will die Schulleiterin nicht allzu laut klagen: Weil die HBS als erste weiterführende Schule Rodgaus in das „Profil zwei“ der Schulen mit Ganztagsangeboten aufgenommen wurde, erhält sie 51,5 Lehrerstunden pro Woche zur Erweiterung ihrer Nachmittagsangebote.

Auch an der Geschwister-Scholl-Schule gibt es im Vergleich zum Vorjahr keine vier Prozent mehr Lehrerstunden. Schulleiter Tino Desogus spricht von Kürzungen im musikalischen Schwerpunkt (einem Aushängeschild der Schule) und bei Deutsch als Fremdsprache. Insgesamt sei die Scholl-Schule jedoch gut mit Lehrkräften ausgestattet. Rundum zufrieden zeigt sich Schulleiter Winfried Döring in der Georg-Büchner-Schule: „Dank der 104-prozentigen Zuweisung haben wir zwei neue Lehrkräfte.“ Auch die wichtige personelle Verzahnung mit der gymnasialen Oberstufe sei weiterhin gewährleistet.

eh

Quelle: op-online.de

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