Erneuerbare-Energien-Plan für die Region

Windkraftträume sind begraben

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Der Erneuerbare-Energien-Plan für die Region sieht keine Windrad- und Solarkraft-Standorte in Rodgau.

Rodgau - Die Stadt Rodgau verzichtet vorerst darauf, erneut Standorte für Windräder und für eine großflächige Solarstromanlage zu beantragen. Das steht in einer Stellungnahme an den Regionalverband.

Das Stadtparlament stimmte der Stellungnahme mit 20 : 8 Stimmen zu; die CDU enthielt sich. Clemens Jäger (CDU) erinnerte daran, seine Fraktion habe schon vor Jahren gegen Standorte für Windkraftanlagen protestiert. Horst Böhm (ZmB) forderte, die Bürger an Entscheidungen über erneuerbare Energien zu beteiligen. „Wenn jemand in Rodgau ein Windrad hätte bauen wollen, hätte er es schon längst getan“, meinte Benjamin Schwarz (Grüne); die „Verhinderungsplanung“ trete ja erst noch in Kraft.

Anlass der Diskussion war der „Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien“, der den regionalen Flächennutzungsplan und den Regionalplan Südhessen ergänzen soll. Der Plan soll 2018 in Kraft treten.

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Im Mai 2012 hatte die Stadt erstmals mögliche Flächen für Windkraft, Biogas und Freiflächen-Photovoltaik benannt. Kurz darauf legte das Land Hessen die Hürde für Windkraft höher: Statt einer Windgeschwindigkeit von 5,50 Metern pro Sekunde (m/s) in 140 Metern Höhe gelten seither mindestens 5,75 m/s als notwendig. Dieser Wert wird aber in Rodgau wohl nicht erreicht. Bürgermeister Jürgen Hoffmann nennt die Festlegung auf 5,75 m/s „nicht nachvollziehbar“. Als „bedauerlich“ wertet er, dass auch die beantragte Fläche für Photovoltaik an der Autobahn bei Weiskirchen nicht im Plan enthalten ist. (eh)

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Quelle: op-online.de

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