Ahmadiyya-Gemeinde eröffnet Moschee in Jügesheim

Erstes Minarett im Kreis Offenbach

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Ein junger Kastanienbaum wurde zur Eröffnung der Anwar-Moschee gepflanzt. Kalif Hazrat Mirza Masroor Ahmad hatte das muslimische Gotteshaus bereits am 19. August letzten Jahres mit einer religiösen Zeremonie seiner Bestimmung übergeben.

Jügesheim - (eh) Mit dem Appell zu Frieden, Toleranz und Verständigung hat die Ahmadiyya-Gemeinde am Sonntag ihre Moschee im Gewerbegebiet Jügesheim eröffnet. 170 geladene Gäste füllten die beiden Gebetssäle, darunter drei christliche Pfarrer, vier Bürgermeister, mehrere Schulleiter sowie Vertreter aus Politik und Vereinen.

„Muslimisches Leben ist Teil des Alltags in unserer Stadt geworden“, betonte Bürgermeister Alois Schwab. Im Gegensatz zu anderen Städten habe es in Rodgau weder Proteste noch Widerstände gegen den Moscheebau gegeben. Offenheit und Bereitschaft zur Begegnung seien auch ein Verdienst des Vereins für multinationale Verständigung, des Ausländerbeirats und des interkulturellen Frauenfrühstücks. Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul sagte, von der Eröffnung des Gotteshauses erwarte sie den Beginn eines erweiterten Dialogs.

„Ich finde es beeindruckend, wie leise und friedlich das hier über die Bühne gegangen ist“, lobte Dietzenbachs Bürgermeister Stephan Gieseler. Er nehme mit Respekt zur Kenntnis, „dass hier in Rodgau das erste Minarett im Kreis Offenbach steht“.

Die Friedensbotschaft ihres Glaubens und die Farben der Moschee besangen diese Mädchen vor 170 geladenen Gästen.

Es wird Zeit, dass die Zeit der Hinterhofmoscheen endlich vorbei ist“,sagte Ulrike Foraci von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessens. Die Selbstverständlichkeit, mit der Rodgau den Bau begleitet habe, sei „ein ermutigendes Beispiel“. Es sei wichtig, neue Wege der Integration zu gehen. Kreisbeigeordneter Carsten Müller sprach in Zusammenhang mit der Religionsfreiheit einen islamischen Religionsunterricht in den Schulen an.

Grundlagen ihres Glaubens besangen neun Mädchen der Ahmadiyya-Gemeinde in deutscher Sprache. „Streitet nicht, streitet nicht, denkt doch an das Jüngste Gericht“, sangen sie den Erwachsenen ins Gewissen. Ein zweites Lied über die Moschee als Ort des Betens, der Bildung und des Friedens erklärte auch die Farbgebung des Bauwerks: „viel weißer als der Schnee, grüner als der Klee, blauer als der See“.Während Weiß und Grün von außen sichtbar sind, findet sich das Blau in den Mosaiken der Gebetssäle. Der Name Anwar-Moschee bedeutet so viel wie: Haus, in dem Gottes Licht leuchtet.

Quelle: op-online.de

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