Weiskirchen-West

Erstmals wieder Gewerbeland

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Zwischen Selgros (rechts) und Autobahnmeisterei warten sechs Hektar Gewerbefläche auf ansiedlungswillige Betriebe. Außer Speditionen und Großflächen-Einzelhandel ist dort praktisch alles erlaubt.

Weiskirchen - Zum ersten Mal seit Jahren kann die Stadt Rodgau wieder zusammenhängende Gewerbeflächen anbieten. Westlich von Weiskirchen hat die Hessische Landgesellschaft (HLG) sechs Hektar Gewerbeland zu verkaufen, wie berichtet. Jetzt gibt es dazu neue Informationen.

Die Stadt will Betriebe mit möglichst vielen Arbeitsplätzen ansiedeln. Bürgermeister Jürgen Hoffmann: „Wir haben keinen Zeitdruck.“ „Jetzt haben wir endlich wieder ein Gebiet, das weder mit Biotopen noch mit übergeordneten privaten Interessen versehen ist“, freut sich Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze. Abgesehen vom VGP-Park habe die Stadt in den letzten Jahren nur Restflächen in bestehenden Gewerbegebieten verkauft.

„Ein positives Signal für die Entwicklung der Wirtschaft in unserer Stadt“ sieht Bürgermeister Hoffmann in Weiskirchen-West. Seit fast 20 Jahren ist der Bebauungsplan „Lichte Haide“ (W 18) in Kraft. Nach langem Stillstand zeichnet sich nun Bewegung ab. Im Auftrag der Stadt hat die HLG alle Grundstücke angekauft. Nun plant sie die bauliche Erschließung. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die ersten Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019 mit dem Bau beginnen.

Die HLG verzeichne nach den ersten vier Wochen schon „eine gewisse Nachfrage“, sagt HLG-Projektleiter Robert Schütz. „Im Moment führen wir Vorgespräche, in denen wir die Bedingungen klären.“ Er hoffe, die ersten Grundstücke im Frühsommer zu verkaufen. Unter den Interessenten seien unternehmensnahe Dienstleister oder Großhändler, berichtet Wirtschaftsförderer Schanze. Die Stadt erwarte mittelständische Unternehmen auf kleinen Flächen. „Das schließt nicht aus, auch einen größeren Betrieb anzusiedeln.“ Auch Unternehmen aus Rodgau könnten dort eine Erweiterungsfläche finden.

80 Prozent der Flächen zwischen Selgros-Großhandel und Autobahnmeisterei sind als Gewerbegebiet ausgewiesen, die restlichen 20 Prozent als Industriegebiet. Dabei handelt es sich um die Grundstücke direkt am Rand der Autobahn.

Weder Stadt noch HLG rechnen damit, dass das komplette Gebiet „Lichte Haide“ in einem Rutsch bebaut wird. „In vier oder fünf Jahren werden wir sicher noch einige Flächen anbieten“, ist Schütz überzeugt. Die Vermarktung sei auf bis zu zehn Jahre angelegt.

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„Wir haben keinen Zeitdruck“, betont auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Ihm komme es nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf die Ansiedlung geeigneter Betriebe. Die Maßstäbe seien Qualität, Nachhaltigkeit und die Anzahl der Arbeitsplätze.

Bernhard Schanze erwartet eine höhere Arbeitsplatzdichte als im VGP-Gewerbepark. Dort gibt es rund 1000 Arbeitsplätze auf 20 Hektar. Das heißt: Auf der „Lichten Haide“ sollten mehr als 300 Arbeitsplätze möglich sein.

Von Weiskirchen-West ist man in wenigen Minuten an der Autobahnauffahrt Obertshausen. Der Straßenknoten A 3 / B 45 bei Weiskirchen ist über die B 448 erreichbar. Zur S-Bahn-Station Weiskirchen sind es etwa 600 Meter. „Auch die Sichtlage zur Autobahn ist nicht zu unterschätzen“, wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt. Mehrere 10.000 Autofahrer pro Tag könnten die Firmenlogos und -namen im Vorbeifahren wahrnehmen. Von dieser Lage profitiere die Firma Selgros schon seit mehr als 40 Jahren. (eh)

Quelle: op-online.de

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